Nach fast 100 Jahren kam es 2025 zu einer Einigung im Streit um die Kunstschätze der Hohenzollern. Infolgedessen wurde die gemeinnützige Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz gegründet. Sie hat die Aufgabe, die herausragenden Kunstschätze für die Öffentlichkeit zu bewahren und die Verständigung über die preußische und deutsche Geschichte zu fördern.
Die Gründung der Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz stand im Zentrum der Einigung, die im Mai 2025 zwischen der öffentlichen Hand und dem Haus Hohenzollern erzielt wurde. Alle Objekte, deren Eigentum zuvor zwischen der öffentlichen Hand und den Hohenzollern umstritten war, gehen in die gemeinnützige Stiftung über.
Die Vermögensauseinandersetzung zwischen der öffentlichen Hand und den Hohenzollern lässt sich bis in die Jahre 1925/26 zurückverfolgen. Dabei ging es um Kunstschätze, die sich in den Sammlungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Deutschen Historischen Museums befinden. Alle drei Einrichtungen werden vom Bund gefördert.
Ziel der öffentlichen Hand und der Hohenzollern ist es, die kunsthistorisch bedeutsamen Sammlungsgegenstände zu bewahren, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu erforschen. Die Stiftung soll zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der preußischen und deutschen Geschichte beitragen und diese fördern.
Organe der Stiftung sind der Stiftungsrat und der Vorstand. Der Stiftungsrat besteht aus sechs Vertretern der öffentlichen Hand – je zwei Vertreter des Bundes, Brandenburgs und Berlins – und drei Vertretern des Hauses Hohenzollern. Der Vorsitz wird derzeit vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gestellt und wechselt nach zwei Jahren. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung. Mitglieder sind die Leitungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Stiftung Deutsches Historisches Museum.
Rahmenvertrag (PDF, 2 MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)
Stiftungsgeschäft (PDF, 2 MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)
Stiftungssatzung (PDF, 4 MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)
Rechtsgutachten zum Eigentum an sieben Tabatieren Friedrichs II. (PDF, 8 MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)