Im Haushalt des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien stehen 2026 rund 2,57 Milliarden Euro zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr – für Staatsminister Weimer „ein starkes, überparteiliches Bekenntnis zur inneren Größe unserer Kulturnation.“
„Wir haben in Deutschland eine der reichsten und vielfältigsten Kultur- und Medienlandschaften der Welt. Mit einem kräftigen Investitionsschub lassen wir sie weiterwachsen und Neues erfinden“, erklärt der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer.
So werden die Mittel für den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF) deutlich erhöht. 250 Millionen Euro jährlich stellt der Bund dafür ab 2026 bereit – fast doppelt so viel wie bisher. Damit werden die beiden Filmförderfonds international konkurrenzfähig ausgestattet und eine attraktive Anreizförderung geschaffen, die deutschen und internationalen Produzenten langfristig Planungssicherheit für ihre Investitionsentscheidungen gibt.
Mit bis zu 120 Millionen Euro zusätzlich für „KulturInvest“ wird die von Staatsminister Weimer initiierte Kulturbauten-Offensive des Bundes entscheidend gestärkt. Hinzu kommen erhebliche Verpflichtungsermächtigungen, um überjährige Kulturbauprojekte abzusichern. Damit wird unter anderem die Sanierung und Erweiterung der Kulturfabrik Kampnagel ermöglicht. Darüber hinaus kommen die Mittel der Instandhaltung von national bedeutsamen Erinnerungsorten, wie den Gedenkstätten Bergen-Belsen, Dachau und Neuengamme, wie auch von Museen und Schlössern zugute. Außerdem wird das Denkmalschutz-Sonderprogramm mit 50 Millionen Euro zusätzlich fortgeführt, ein Plus von 15 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.
Darüber hinaus wird der Gedenk- und Erinnerungsbereich mit fast 5 Millionen Euro zusätzlich gestärkt. Für die Errichtung eines zentralen Mahnmals für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft stehen in den kommenden Jahren zudem weitere 5 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem werden bis zu 400.000 Euro für das Erinnern und Gedenken an die Opfer der NS-Euthanasie und Zwangssterilisation bereitgestellt, für das Projekt „Stolpersteine Europa“ 305.000 Euro. Die Stiftung Berliner Mauer erhält zusätzlich bis zu 250.000 Euro.
Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens unterstützt der Bund zudem das Jüdische Museum Berlin mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 450.000 Euro. Damit soll ein umfassendes Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ermöglicht werden. Darüber hinaus erhalten die Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und das Jewish Chamber Orchestra zusammen bis zu 500.000 Euro, um jüdische Gegenwartskultur noch sichtbarer zu machen.
Auch die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen wird weiter gestärkt. Mit bis zu 1 Million Euro sollen Programmlinien dafür zielgerichtet ausgebaut werden.
Außerdem sind bis zu 3 Millionen Euro für den sogenannten Incentivierungsfonds etatisiert, um Kultureinrichtungen dabei zu unterstützen, effiziente und ressourcensparende Betriebsprozesse aufzubauen.
Schließlich wird die Reform der Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit 10 Millionen Euro unterstützt, die Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut mit 1 Million Euro.