Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen
Förderprogramm
Die Bayerische Staatsoper, das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden oder auch die Hamburger Kunsthalle – das sind nur drei von zahlreichen herausragenden Kultureinrichtungen, die der Bund bereits mit dem Förderprogramm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) unterstützt hat.
Mit Mitteln aus dem INK-Programm fördert BKM beispielsweise die Dachsanierung der Hamburger Kunsthalle.
Der Bund stärkt gemeinsam mit den Ländern die kulturelle Infrastruktur in ganz Deutschland und trägt dazu bei, in allen Regionen gleichwertige Verhältnisse zu schaffen. Deshalb fördert der Staatsminister für Kultur und Medien mit dem INK-Programm bundesweit national bedeutsame Kultureinrichtungen. Hierfür stehen Bundesmittel in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.
Gefördert werden kulturelle Investitionen in Gebäude und Ausstattung, wie etwa die Sanierung der Gebäudehülle, die Erneuerung der Gebäudetechnik oder die Modernisierung von Dauerausstellungen. Auch sollen mit dem Programm die Infrastruktur für kulturelle Vermittlungsangebote und der diskriminierungsfreie Zugang gestärkt sowie die Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit in den Einrichtungen verbessert werden.
Gemeinschaftsleistung von Bund, Ländern und Kommunen
Der Bund übernimmt im Rahmen der Förderung grundsätzlich bis zu 50 Prozent der Projektausgaben. Die Bundesmittel werden vorzugsweise durch die Länder kofinanziert, aber auch durch Eigenmittel, Kommunen und Dritte. Projekte mit einer Dauer von bis zu vier Jahren sind möglich.
Die Antragsstellung für die jährlichen Fördertranchen erfolgt über die jeweils für Kultur zuständige oberste Landesbehörde. Bei Interesse erhalten Sie dort das entsprechende Antragsformular. Die Länder übermitteln ihre priorisierten Projektvorschläge für die kommende Fördertranche an BKM bis zum 15. November des jeweiligen Vorjahres. Die endgültige Auswahl der Förderprojekte erfolgt durch den Staatsminister für Kultur und Medien.
Das Deutsche Optische Museum (D.O.M.) in Jena ist europaweit das einzige Museum, das sich der Optik und Photonik widmet. Auf über 3.100 m² öffentlich zugänglicher Fläche wird im D.O.M. eine interaktive Erlebniswelt der Optik geschaffen. Mit Mitteln des Bundes werden Maßnahmen zur Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit des Museums unterstützt.
Luxigon für Studio Qwertz
Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden zeigt neben der Dauerausstellung mit der weltberühmten Gläsernen Frau jährlich wechselnde Sonderausstellungen zu relevanten Themen aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft. Mit Mitteln des Bundes konnte das Museum den Innenhof großflächig entsiegeln und begrünen sowie im Haus die Beleuchtung energetisch modernisieren.
Anja Schneider
Die Sayner Hütte war bis 1926 ein zentraler Standort der Eisenverhüttung und Gießereitechnik am Mittelrhein. Dann wurde sie stillgelegt. Auf dem Areal des Industriedenkmals vermitteln heute Ausstellungen und zahlreiche Kulturveranstaltungen seine Geschichte. Mit Mitteln des Bundes hat das neue Eisenkunstgussmuseum eine neue Dauerausstellung erhalten.
Günther Bayerl
Das Marta Herford widmet sich der zeitgenössischen Kunst mit besonderem Fokus auf ihre Verbindungen zu Architektur und Design. Der Bund unterstützt die Sanierung des spektakulären Museumsbaus des Architekten Frank O. Gehry und seiner Außenanlagen. Darüber hinaus fördert BKM auch substanzsichernde Maßnahmen an der Dachkonstruktion sowie der Klinkerfassade des ostwestfälischen Museums.
Marta Herford / Helmut Claus
Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover beherbergt naturkundliche, ethnologische, aber auch kunst- und kulturhistorische Sammlungen, die in drei verschiedenen „Welten“ präsentiert werden. Die „KunstWelten“, die unter anderem eine Gemälde-, Graphik- und Skulpturensammlung mit Kunstwerken vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert umfassen, werden derzeit neugestaltet – mit finanzieller Unterstützung aus dem INK-Programm.
Landesmuseum Hannover
Das Grassimuseum ist ein Museumsquartier im Herzen von Leipzig. Es beherbergt drei Museen von internationalem Rang: Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst, das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig und das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Der Bund fördert die energetische Modernisierung der Ausstellungsbeleuchtung.