Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

NS-Raubgut: Aufarbeitung und Restitution

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste ist national und international der zentrale Ansprechpartner in Deutschland für Fragen der Umsetzung der Washingtoner Prinzipien und der Gemeinsamen Erklärung. Eingerichtet wurde das Zentrum 2015 von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, finanziert wird es vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) bietet Museen, Bibliotheken und Archiven finanzielle Unterstützung für Provenienzforschungsprojekte, die diese in ihren Beständen durchführen. Neben längerfristigen Provenienzforschungsprojekten bietet das DZK für Kulturgut bewahrende Einrichtungen auch einen „Erstcheck“ an, um Verdachtsmomente auf NS-Raubgut und den Bedarf an Provenienzforschung zu prüfen. Auch Privatpersonen und private Institutionen können Förderungen erhalten. 

Zudem betreibt das DZK die Lost Art-Datenbank, in der Kulturgutverluste als Such- und Fundmeldungen dokumentiert sind. Daneben werden in der Forschungsdatenbank Proveana Forschungsergebnisse vernetzt, um die Provenienzforschung zu erleichtern und insbesondere Doppelrecherchen zu vermeiden.

Für die Opfer der verfolgungsbedingten Entziehung von Kulturgut während der nationalsozialistischen Herrschaft und deren Nachfahren hat das DZK den Help Desk eingerichtet. Diese Kontakt- und Informationsstelle bietet insbesondere Personen aus dem Ausland Hilfe bei der Orientierung zu Verfahrensabläufen und Zuständigkeiten in Deutschland und beim Kontakt mit Kultureinrichtungen.

Für Fälle, in denen Kulturgüter als NS-Raubgut identifiziert werden konnten, die berechtigten Empfänger aber unbekannt sind, ermöglicht das DZK Unterstützung bei der oft aufwändigen Erbensuche. Weitere Informationen finden Sie unter auf der Website des DZK und in der Forschungsdatenbank Proveneana.

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