Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Kunst- und Kulturförderung

Mit den 17 Sammlungen und vier Instituten der Staatlichen Museen, der Staatsbibliothek, dem Geheimen Staatsarchiv, dem Ibero-Amerikanischen Institut sowie dem Staatlichen Institut für Musikforschung ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die größte Kultureinrichtung Deutschlands und eine der bedeutendsten der Welt. Sitz der Stiftung und ihrer Einrichtungen ist Berlin.

James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel

Die James-Simon-Galerie – das Eingangsgebäude zu den Museen auf der Berliner Museumsinsel

Quelle: SPK/David von Becker

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wurde 1957 per Gesetz gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die ihr übertragenen Kulturgüter zu bewahren, zu pflegen und zu ergänzen. Dabei soll sie den Zusammenhang der ehemals preußischen Sammlungen erhalten und eine Auswertung dieses Kulturbesitzes für die Interessen der Allgemeinheit in Wissenschaft und Bildung sowie für den Kulturaustausch zwischen den Völkern gewährleisten.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) wird vom Bund und von allen Ländern finanziert. Der Bund trägt drei Viertel der laufenden Betriebskosten und seit 2003 in vollem Umfang die Kosten für die Bauinvestitionen.

Strukturreform der SPK

2018 begann der Prozess einer Reform der SPK mit der Beauftragung des Wissenschaftsrats. Im Dezember 2022 hat der Stiftungsrat der SPK einen Grundsatzbeschluss zur Reform gefasst. Auf Grundlage des Gutachtens des Wissenschaftsrats, der die Stiftung umfassend evaluiert und strukturell erheblichen Verbesserungsbedarf attestiert hatte, wurde ein umfangreicher Reformprozess gestartet mit dem Ziel, das Potential der Stiftung und ihrer vielen herausragenden Kunst- und Kulturschätze sichtbarer zu machen sowie mehr Publikum im In- wie Ausland anzusprechen.

Im Zuge dessen wurde auch das mehr als 60 Jahre alte Stiftungsgesetz reformiert. Das neue Stiftungsgesetz, das am 1. Dezember 2025 in Kraft tritt, stellt die SPK auf eine neue gesetzliche Grundlage. Es ermöglicht eine umfassende Modernisierung, eine effizientere Struktur sowie eine höhere Agilität. Neben der Verschlankung der Strukturen in der Stiftung wurden die einzelnen Einrichtungen mit mehr Autonomie und eigenen Budgets ausgestattet. 

Neben den bisherigen Strukturen der Stiftung wurde im Rahmen der Reform auch das seit 1996 gültige Finanzierungsabkommen neu gefasst. Danach werden Bund und Länder ihre jährlichen Beiträge zur Finanzierung der SPK ab 2026 um insgesamt zwölf Millionen Euro erhöhen. Der Bund wird davon neun Millionen Euro tragen. Das neue Finanzierungsabkommen wird zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.

200 Jahre Museumsinsel

Im Jahr 1825 wurde nicht nur der Grundstein für das Alte Museum gelegt, sondern auch für die Berliner Museumsinsel. Mit dem Ensemble aus Altem und Neuem Museum, dem Pergamonmuseum, dem Bode-Museum und der Alten Nationalgalerie bildet sie das Herzstück der SPK. 

1999 stellte die UNESCO die Museumsinsel als Weltkulturerbe unter ihren Schutz. Im gleichen Jahr beschloss der Stiftungsrat einen Masterplan für die Sanierung der Gebäude und die zeitgemäße Entwicklung des gesamten Museumsquartiers. So soll die Museumsinsel für zukünftige Generationen bewahrt und zukunftsfest gemacht werden. Deshalb finanziert der Bund den Erhalt, die Sanierung und die Weiterentwicklung der Museumsinsel mit erheblichen Mitteln. 

Bis auf die noch anstehende Sanierung des Alten Museums und die langfristig angelegte laufende Sanierung des Pergamonmuseums sind die Pläne mittlerweile weitgehend umgesetzt. Auch die von dem britischen Architekten David Chipperfield entworfene James-Simon-Galerie ist eröffnet.

Ab 2025 wird das 200-jährige Bestehen der Berliner Museumsinsel bis 2030 mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm gefeiert. Die Besucherinnen und Besucher erwarten Sonderausstellungen, Konzerte, Open Air-Events und vieles mehr. Weitere Informationen finden Sie auf der Website 200 Jahre Museumsinsel.

Museum der Moderne „berlin modern“

Direkt gegenüber der Staatsbibliothek Potsdamer Straße errichtet die Stiftung am Berliner Kulturforum in Erweiterung der Neuen Nationalgalerie das Museum der Moderne „berlin modern“.

Der Neubau eröffnet die einmalige Chance, das Kulturforum mit seinen ikonischen Bauten von Mies van der Rohe, Friedrich August Stüler und Hans Scharoun neu zu definieren. Der Neubau war notwendig geworden, um die international bedeutenden Bestände der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts zusammen mit den Sammlungen Marx, Pietzsch und Marzona sowie Dauerleihgaben des Malers Gerhard Richter sowie Bestände aus Kupferstichkabinett und Kunstbibliothek ausstellen zu können.

Seit dem Spatenstich 2019 wird der Entwurf des renommierten Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron realisiert. Die Planungen wurden in den letzten Jahren mit Blick auf mehr Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe nochmals überarbeitet. Aktuell befindet sich der Bau in den letzten Zügen des Rohbaus. Im Herbst 2025 soll das Richtfest stattfinden.

Sanierung der Staatsbibliothek zu Berlin

Nach 15-jähriger Bautätigkeit wurde im Januar 2021 die Staatsbibliothek Unter den Linden wiedereröffnet. Bei laufendem Bibliotheksbetrieb war das denkmalgeschützte Gebäude von 2005 bis 2019 umfassend saniert, modernisiert und erweitert worden.

Auch der zweite Standort der Staatsbibliothek zu Berlin, das Haus Potsdamer Straße, wird bereits in Teilen saniert. Derzeit finden die Planungen für eine umfangreiche abschnittsweise Generalsanierung des Hauses statt.

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