Wiederbeisetzung der Gebeine Ottos des Großen im Magdeburger Dom

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Staatsminister Weimer am Rednerpult im Magdeburger Dom
Quelle: BKM / Chiara Dazi

Nach Abschluss des Projektes „Sanierung und Untersuchung des Grabmals Ottos des Großen“, das in den vergangenen Monaten von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt im Magdeburger Dom durchgeführt wurde, wurden die Gebeine Ottos des Großen am heutigen Tag feierlich wieder beigesetzt. Die Wiederbeisetzung geschah in Anwesenheit von Staatsminister Dr. Wolfram Weimer,  Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze, Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra sowie zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft.

Während des Festaktes zur Wiederbeisetzung betonte Staatsminister Dr. Wolfram Weimer:

„Was wir heute erleben, ist ein ganz seltener Moment. Wir schreiben Weltgeschichte. Wir begraben einen großen König und Kaiser, der lange vor unserer Zeit lebte und der Ort könnte dafür nicht passender sein: Der Dom St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg. Otto der Große steht wie kaum ein anderer für Stabilität und Kontinuität. Er war ein Großer, dessen Herrschaft auf Haltung und entschlossenem Handeln beruhte. Vor allem aber verstand er, dass Einheit nur geschaffen und bewahrt werden kann, wenn wir in unseren Nachbarn Freunde sehen, Verbündete suchen und den Blick auf das richten, was uns miteinander verbindet. Dieses Vermächtnis ist auch heute von Bedeutung. Es liegt an uns, es zu bewahren, weiterzutragen und lebendig zu halten.“

 

 

Otto I.

Otto I., genannt der Große, (912–973) ist als Wiederbegründer des antiken römischen Kaisertums eine zentrale Figur der europäischen Geschichte. Er setzte sich besonders für Magdeburg ein und erreichte 968 die Gründung des Erzbistums, wodurch die Stadt wirtschaftlich und kulturell an Bedeutung gewann.

Nach seinem Tod wurde Otto I. im Magdeburger Dom neben seiner Frau Editha bestattet. Sein Grabmal steht seit dem 13. Jahrhundert zentral im Chor des Doms. Es besteht aus einem Kalksteinsarkophag mit einer wiederverwendeten antiken Marmorplatte als Abdeckung. Im Laufe der Zeit wurde das Grab mehrfach repariert und durch Metallkonstruktionen gesichert.

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