Weimer: „Ort der gelebten Nächstenliebe“

800 Jahre St. Katharinenspital

Das St. Katharinenspital ist eine der ältesten Sozialeinrichtungen der Welt. Seit Juli 2026 zählt sie als Bestandteil der Regensburger Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Derzeit wird die traditionsreiche Einrichtung mit Wurzeln im Mittelalter saniert. Staatsminister Weimer war beim Festakt zum 800-jährigen Jubiläum vor Ort.

Staatsminister Weimer nimmt am Spatenstich für das Projekt „OIKOS Katharinenspital Leben-Arbeit-Kultur“

Staatsminister Weimer setzte den ersten Spatenstich für das Projekt „Oikos Katharinenspital Leben-Arbeit-Kultur“, das mit Bundesmitteln gefördert wird. 

Quelle: BKM / Sebastian Widmann

Bereits ab 1226 war das direkt an der Donau gelegene St. Katharinenspital ein zentraler Anlaufpunkt für arme und kranke Menschen. 800 Jahre später feiert die St. Katharinenspitalstiftung Regensburg großes Jubiläum. Auch Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer war zum Festakt in der Spitalkirche gekommen.

„Seit 800 Jahren ist das St. Katharinenspital ein Ort des Glaubens und der gelebten Nächstenliebe“, erklärt Staatsminister Weimer. „Ich freue ich mich daher sehr, dass mein Haus einen Beitrag dazu leistet, diesen besonderen Ort zu bewahren und das kulturelle Erbe der UNESCO-Welterbestadt Regensburg zu erhalten.“
 

800 Jahre im Dienst der Menschen

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts vom Regensburger Bischof Konrad IV. gemeinsam mit der Bürgerschaft. Ursprünglich als Armenkrankenhaus konzipiert, entwickelte sich die Einrichtung im Laufe der Jahrhunderte zu einem Ort der Versorgung alter und bedürftiger Menschen.

Auch heute noch stehen die Alten- und Krankenpflege sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen im Zentrum des Stiftungszwecks. Im modernen Senioren- und Pflegezentrum OIKOS Katharinenspital wird dieser Auftrag fortgeführt und mit der Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes der Stiftung auf Grundlage christlicher Werte verbunden.
 

Spatenstich für neues Museums-, Veranstaltungs- und Kulturzentrum

Außerdem setzte Staatsminister Weimer den symbolischen Spatenstich für das Projekt „OIKOS Katharinenspital Leben-Arbeit-Kultur“. Für die Sanierung des denkmalgeschützten Ökonomiegebäudes, das als Spitalmuseum und Azubi-Wohnraum genutzt werden soll, stellt BKM 1,3 Millionen Euro bereit. Die Mittel für die Baumaßnahme wurden durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im BKM-Haushalt vorgesehen.

Die Förderung soll dazu beitragen, das St. Katharinenspital als Teil des historischen Welterbeensembles von Regensburg langfristig zu erhalten. Zugleich unterstützt der Bund damit den Schutz eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung und setzt ein Zeichen für den Erhalt und die Stärkung der kulturellen Infrastruktur.
 

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