Weimer: „Leuchtturm der deutschen und europäischen Geschichte“

Grundsteinlegung im Lutherhaus

Das Lutherhaus in Wittenberg ist das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Seit 1996 zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe. Derzeit wird das 500 Jahre alte Gebäude saniert und soll 2027 mit neuer Dauerausstellung wiedereröffnen. Staatsminister Weimer war jetzt vor Ort, um den Grundstein für ein neues Empfangsgebäude zu legen.

Gruppenbild mit Staatsminister Weimer und der Zeitkapsel

Weimer: „Wir brauchen sichtbare Orte wie diesen wertvollen Leuchtturm der deutschen und europäischen Geschichte, der mit seiner Strahlkraft zur Auseinandersetzung mit der Reformation und mit Luther als Mensch einlädt.“

Quelle: BKM / FOTO-KIRSCH

Über 35 Jahre lang lebte und wirkte Martin Luther im Lutherhaus in Wittenberg – zunächst als Mönch, später als Reformator, Ehemann und Vater. Hier entstanden seine reformatorischen Leitschriften, die sich von Wittenberg aus in der ganzen Welt verbreiteten und unsere Gesellschaft bis heute nachhaltig prägen.

„Die altehrwürdigen Mauern des Lutherhauses sind einmalige Zeitzeugen von Luthers Leben und Schaffen vor mehr als 500 Jahren“, sagte der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer jetzt anlässlich seines Besuchs in Wittenberg. „Mit der Sanierung und Erweiterung des Lutherhauses wollen wir diese Mauern auch in Zukunft ihre Geschichten erzählen lassen. Wir wollen ihre Aura als UNESCO-Welterbe erhalten“, so der Kulturstaatsminister weiter.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unterstützt die energetische Sanierung und die Erweiterung des Lutherhauses mit 4,8 Millionen Euro, die übrigen Kosten trägt das Land Sachsen-Anhalt. Über den Betrieb hinaus finanziert BKM zudem gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt die neue Dauerausstellung mit je 1,5 Millionen Euro.

Wiedereröffnung mit neuer Dauerausstellung für 2027 geplant

Gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel legte Kulturstaatsminister Weimer am 10. Juli 2026 in Wittenberg den Grundstein für einen neuen Eingangsbereich, der die Besucherinnen und Besucher künftig in Empfang nehmen soll. Staatsminister Weimer steuerte dabei auch eine 2026 herausgegebene Gedenkmünze „Konrad Adenauer“ zur Zeitkapsel bei, die Objekte enthält, die der Nachwelt mitgegeben werden sollen. Sie wurde im Anschluss in der Baustelle eingelassen.

Im kommenden Jahr sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden und das Lutherhaus mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnen. Bis dahin ist im angrenzenden Augusteum in Wittenberg die Sonderausstellung „Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators“ zu sehen. Sie präsentiert zentrale Exponate der Wittenberger Sammlungen. 

Seit 1996 gehört das Lutherhaus Wittenberg als Teil der Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stiftung Luthergedenkstätten wird institutionell von BKM gefördert.

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