Weimer: Ein Fest der Freiheit des Denkens

Auftakt der Frankfurter Buchmesse

Die 77. Frankfurter Buchmesse ist gestartet. Fünf Tage lang treffen sich die internationale Buch- und Verlagsbranche, Autorinnen und Autoren sowie Lesebegeisterte bei der größten Bücherschau der Welt in Frankfurt am Main. Ehrengast sind in diesem Jahr die Philippinen. Staatsminister Weimer hat die Messe am Dienstagabend eröffnet.

Staatsminister Weimer im Gespräch mit Verlegerin Marlene Taschen am Messestand des Taschen-Verlags

Staatsminister Weimer auf der Messe im Gespräch mit der Verlegerin Marlene Taschen.

Quelle: Stefanie Kösling

„Die Frankfurter Buchmesse ist weit mehr als ein Markt der Bücher. Sie ist ein Ort, an dem die Freiheit des Wortes und die Freiheit des Denkens gefeiert wird“, erklärte der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer zum Messeauftakt. 

Im Fokus seiner Eröffnungsrede standen die Herausforderungen, die KI für die Buch- und Verlagsbranche mit sich bringt. Diese seien weit dramatischer als diejenigen durch die Digitalisierung, die das Medium Buch erstaunlich resistent überstanden habe. Insbesondere das Training von KI mit urheberrechtlich geschützten Werken nahm Weimer in seiner Rede in den Blick. „Auf gleichsam vampiristische Weise saugen KI-Unternehmen das kreative Potenzial aus unzähligen klugen Köpfen, nutzen deren Ideen und Empfindungen, ihre Schaffenskraft, ihre Visionen“, sagte Weimer. „Ich nenne das digitalen Kolonialismus, den wir nicht länger hinnehmen sollten.“ Und er fuhr fort: „Wir müssen zu einer Regulatorik kommen, die die Urheberrechte wirklich schützt.“

Zugleich machte Weimer deutlich, dass KI auch ihre Grenzen hat. „Diese Maschinen, wie klug auch immer sie gebaut sind, sie atmen nicht und sie träumen nicht.“ Es sei die Kraft der Fantasie von Autorinnen und Autoren, die uns bewege, uns zu neuem Denken anrege und uns den Raum der Freiheit und des Fühlens offenhalte. „Deswegen ist die Vielstimmigkeit dieser Buchmesse ein wunderbares Erlebnis, weil hier die Freiheit des Wortes, der Fantasie und damit die Freiheit des Denkens wirklich gelebt, gefeiert und fühlbar gemacht wird“, so der Staatsminister. 

Gastland Philippinen – „Fantasie beseelt die Luft“

Unter dem Motto „Fantasie beseelt die Luft“ präsentiert in diesem Jahr der südostasiatische Inselstaat Philippinen als Ehrengast seine mehrsprachige und vielfältige literarische Landschaft. Mehr als 100 Autorinnen und Autoren sowie Kreative sind dazu angereist, eine Vielzahl von Literaturveranstaltungen, Ausstellungen, Performances und Filmen zu erleben. Die Philippinen sind das zweite Gastland aus Südostasien auf der Frankfurter Buchmesse. 

Staatsminister Weimer auf der Buchmesse

Der Staatsminister für Kultur und Medien hat auf der Frankfurter Buchmesse zahlreiche Termine.

Die Frankfurter Buchmesse findet vom 15. bis zum 19. Oktober 2025 statt. Die ersten Tage sind für das Fachpublikum bestimmt, ab Freitag öffnet die Messe ihre Türen auch für die breite Öffentlichkeit. Weitere Informationen finden Sie unter www.buchmesse.de

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