Neben Museen, Schlössern und Sakralbauten unterstützt der Bund auch die Sanierung ausgewählter historischer Schiffe. Zu ihnen zählt das Tonnenlegerschiff „Kapitän Meyer“ in Wilhelmshaven, das Staatsminister Weimer jetzt im Rahmen seiner Kulturbauten-Initiative besichtigt hat. Es ist das erste neugebaute staatliche Seeschiff der Bundesrepublik Deutschland und wird derzeit mit Unterstützung des Bundes in ein modernes Museumsschiff umgestaltet.
Freude in Wilhelmshaven: Dank der Förderung durch den Bund von rund 5,1 Millionen Euro kann das Tonnenlegerschiff “Kapitän Meyer” jetzt Museumsschiff werden.
„Die Kapitän Meyer ist ein bedeutendes Kulturdenkmal“, erklärte der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer anlässlich seines Besuchs im niedersächsischen Wilhelmshaven. Weimer überreichte dort einen symbolischen Förderbescheid in Höhe von rund 5,1 Millionen Euro. Damit kann das historische Schiff denkmalgerecht saniert und in ein modernes Schiffsmuseum umgestaltet werden. Er freue sich sehr, dass BKM damit diesen besonderen Ort für künftige Generationen erhalte, sagte der Staatsminister.
Mit ihrer einzigartigen historischen Rolle sei die „Kapitän Meyer“ ein beeindruckendes Beispiel der Deutschen Schifffahrtsgeschichte. Mehr als drei Jahrzehnte habe sie für eine sichere Navigation durch unsere Küstengewässer gesorgt, sagte Weimer. „Heute fährt die Kapitän Meyer nicht mehr die Küste entlang, sondern lässt die Besucherinnen und Besucher als modernes und innovatives Museumsschiff in die Welt der Kaiserlichen Marine um 1913 eintauchen.“
Geplant ist, dass der Besuch des Museumsschiffs künftig von einem museumspädagogischen Programm sowie einer virtuellen Hafenrundfahrt begleitet wird. Mit einer VR-Brille sollen die Besucherinnen und Besucher dann bei einer 20-minütigen Hafenrundfahrt unter anderem den Hafen der Kaiserlichen Marine um 1913 erleben können.
Im Anschluss an den Termin in Wilhelmshaven besuchte Staatsminister Weimer zwei weitere Kulturorte in Niedersachsen: das Museumsdorf Cloppenburg und den historischen Museumshafen Carolinensiel. In beiden Einrichtungen gibt es derzeit Bauprojekte, die aus dem Etat des Staatsministers für Kultur und Medien gefördert werden. Kulturstaatsminister Weimer verschaffte sich vor Ort ein Bild von den Projekten.
Das Museumsdorf Cloppenburg bewahrt und erforscht wissenschaftlich die ländliche Bau- und Sozialkultur. Teile der im Freilichtmuseum bewahrten Gebäude sind Baudenkmäler von nationalem Rang. Für die Sanierung von 50 historischen Gebäuden erhält das Museumsdorf derzeit Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro.
Der Museumshafen Carolinensiel wiederum war zu seiner Blütezeit im 18. und 19. Jahrhundert der zweitgrößte ostfriesische Siel- und Handelshafen. Seit 1987 ist er ein Museum. Für die Erneuerung und den Erhalt des kulturhistorisch bedeutsamen Museumshafens stellt BKM zwei Millionen Euro zur Verfügung.
Die kulturelle Infrastruktur zu stärken, zählt zu den zentralen Anliegen der Bundesregierung. Mit nachhaltigen Investitionen unterstützt der Bund kulturelle Einrichtungen und Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Weitere Informationen rund um die BKM-Förderung von Kulturbauten finden Sie im Themenbereich Kulturbauten.