Vielstimmig, offen und wach

Deutscher Verlagspreis 2026

Mit dem Deutschen Verlagspreis unterstützt der Bund die herausragende Arbeit unabhängiger Verlage. Auf der Frankfurter Buchmesse hat Staatsminister Weimer jetzt die diesjährigen Auszeichnungen vergeben. Die Spitzenpreise gehen an die Verlage kunstanstifter, Merve sowie Voland & Quist. Über den neu geschaffenen Innovationspreis darf sich der mairisch Verlag freuen, den Nachhaltigkeitspreis erhält Shift Books.

Staatsminister Weimer spricht am Rednerpult während der Verleihung des Deutschen Verlagspreises

Insgesamt wurden beim diesjährigen Deutschen Verlagspreis Preisgelder in Höhe von 1,62 Millionen Euro vergeben.

Quelle: BKM / Christina Czybik

„Unabhängige Verlage lassen sich auf das Wagnis des Verlegens ein: Weil sie an ihre Themen glauben, weil sie von ihren Autorinnen und Autoren überzeugt sind, und weil sie ungewöhnlichen Sichtweisen und einzigartigen literarischen Handschriften eine Leserschaft geben wollen“, erklärte der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer anlässlich der Verleihung. 

Damit sorgten sie dafür, dass unsere Öffentlichkeit vielstimmig, offen und wach bleibe. Ohne ihre Freude an Neuentdeckungen wäre unsere Diskurskultur ärmer, so Weimer über die Arbeit der ausgezeichneten kleinen und mittleren Verlage. Und genau das sei es, was Demokratie brauche: den Wettstreit der Ideen, den Austausch der Argumente und die Auseinandersetzung mit neuen Konzepten, sagte der Staatsminister.

Neuer Preis für Innovation und zukunftsweisende Verlagsarbeit

Insgesamt 85 Verlage dürfen sich in diesem Jahr über die Auszeichnung freuen. Mit den drei Hauptpreisen wurden der Mannheimer Verlag kunstanstifter - Verlag für Illustration, der Leipziger Merve Verlag und der Berliner Verlag Voland & Quist ausgezeichnet. Sie sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert.

Erstmals wurde bei der diesjährigen Preisverleihung ein Innovationspreis für besonders zukunftsweisende Verlagsarbeit vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 24.000 Euro verbunden und ging an den Hamburger mairisch Verlag. Wie bereits in den beiden Vorjahren wurde auch in diesem Jahr wieder ein Verlag mit dem Nachhaltigkeitspreis für ökologisches Engagement prämiert. Er ist ebenfalls mit 24.000 Euro dotiert und ging an den Berliner Verlag Shift Books.

Darüber hinaus erhielten 79 Verlage ein Gütesiegel, das jeweils mit 18.000 Euro Preisgeld verknüpft ist. Der Verlag Matthes & Seitz Berlin wurde mit einem undotierten Gütesiegel ausgezeichnet. Damit können Verlage prämiert werden, deren Jahresgesamtumsatz bei über drei Millionen Euro liegt.

Eine Übersicht über alle Gewinnerinnen und Gewinner finden Sie auf der Website des Deutschen Verlagspreises.

Jury hat Preisträger aus 279 Bewerbungen ausgewählt

Die Jury unter Vorsitz von Jörg Thadeusz hat die Preisträger aus insgesamt 279 Bewerbungen ausgewählt. Damit lag die Bewerberzahl auf dem Niveau des Vorjahrs.

Wesentliche Kriterien für die Juryauswahl waren ein überzeugendes Verlagsprogramm, die herausragende Qualität verlegerischer Arbeit, die ästhetisch ansprechende Gestaltung der Bücher und ein besonderes kulturelles Engagement. Für den Nachhaltigkeitspreis war außerdem der Beitrag zur ökologischen Transformation und für den Innovationspreis die Umsetzung zukunftsweisender Formate entscheidend.

Der Deutsche Verlagspreis wird seit 2019 vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien verliehen. Partner des Preises sind die Kurt Wolff Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

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