Modernste Forschungspraxis in Potsdam

Van Dyck-Gemälde der SPSG

Anlässlich der wissenschaftlichen Untersuchung von fünf Gemälden Anthonis van Dycks hat Staatsminister Weimer das Wissenschafts- und Restaurierungszentrum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in Potsdam besucht. Die Zusammenführung der Werke des flämischen Malers stellt einen besonderen Moment in der kunsthistorischen Forschung dar.

Slideshow: Modernste Forschungspraxis in Potsdam

  • Staatsminister Weimer im Restaurationsatelier der SPSG

    Neben ihren historischen Prachtbauten und Gärten verfügt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) auch über eine Gemäldesammlung von internationalem Rang. Davon hat sich Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer im Restaurierungsatelier der Stiftung nun selbst ein Bild gemacht. Dort befasst sich derzeit ein interdisziplinäres Forschungsteam mit fünf Gemälden des flämischen Malers Anthonis van Dyck. „Die Stiftung sichert auf diese Weise kulturelles Erbe von internationaler Bedeutung, fördert Forschung und stärkt Deutschland als internationalen Kulturstandort“, so Staatsminister Weimer. 

    Quelle: BKM / Dennis Reimann
  • Blick auf die Gemälde van Dycks auf Staffeleien

    Dass die fünf großformatigen Gemälde hier nebeneinanderstehen, ist eine Ausnahme: Üblicherweise werden sie an verschiedenen Standorten präsentiert, darunter in der Bildergalerie im Park Sanssouci, im Neuen Palais und im Schloss Oranienburg. Ihre Zusammenführung erlaubt nun erstmals einen unmittelbaren Vergleich. Da die Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen Van Dycks stammen, werden künstlerische Entwicklung und stilistische Unterschiede auf einen Blick sichtbar.

    Quelle: BKM / Dennis Reimann
  • Staatsminister Weimer mit Expertinnen und Experten im Restaurierungsatelier

    Die Zusammenführung der Gemälde ist Teil eines umfassenden Forschungsprojekts der SPSG zur Untersuchung ihres Bestands flämischer Malerei des 17. Jahrhunderts. Neben den Werken Van Dycks werden auch Gemälde seiner Zeitgenossen Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens und Thomas Willeboirts Bosschaert einbezogen. Ziel ist die Erstellung eines Bestandskatalogs mit aktuellen Erkenntnissen zu den Gemälden sowie zu ihrer Entstehungs- und Sammlungsgeschichte. 

    Quelle: BKM / Dennis Reimann
  • Ein Mitglied des Forschungsteams untersucht ein Gemälde

    Der Bestandskatalog soll die Bekanntheit des Bestands erhöhen und die internationale Forschung zur Arbeitsweise und zum Oeuvre der Maler bereichern. Untersucht werden die Gemälde von einem Team aus Kunsthistorikern, Restauratoren, Naturwissenschaftlern und Fotografen. Restauratorische Analysen klären Entstehung, Veränderungen und frühere Eingriffe und schaffen damit die Grundlage für ihre Erhaltung. 

    Quelle: BKM / Dennis Reimann
  • Laptop, der die Auswertung einer Röntgenfluoreszensanalyse zeigt

    Ergänzend ermöglichen naturwissenschaftliche Verfahren wie Mikroskopie, Röntgen- und Infrarotuntersuchungen Einblicke unter die Oberfläche und machen verborgene Arbeitsschritte sichtbar. Auch die Analyse von Malschichten und Pigmenten liefert wichtige Erkenntnisse zu Technik und Material der Künstler. So entsteht aus Forschung, Vergleich und moderner Analytik ein neues Gesamtverständnis von Van Dycks Werk und seiner Zeit.

    Quelle: BKM / Dennis Reimann
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