Vom 20. bis 23. Oktober 2026 besuchte Staatsminister Weimer Kalifornien. Neben Terminen in der Villa Aurora und im Thomas Mann House standen auch Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Technologiebranche auf dem Programm.
Slideshow: Kultur und Big Tech - Stationen der USA-Reise
Erste Station der Kalifornien-Reise von Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer war die Villa Aurora. Rund anderthalb Jahre nach den verheerenden Waldbränden in Pacific Palisades hat die traditionsreiche internationale Künstlerresidenz ihren Betrieb vor Kurzem wieder aufgenommen. Als einer der ersten Gäste nach der Wiedereröffnung informierte sich Staatsminister Weimer vor Ort über die Instandsetzung des Hauses und dankte den Mitarbeitenden für ihren Einsatz zum Erhalt dieses besonderen Ortes des kulturellen Austauschs. Um den transatlantischen Kulturaustausch zu unterstützen, fördert BKM gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt den Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. in Los Angeles.
Quelle: Mike Kelley
Stellvertretend für den Bundespräsidenten überreichte Staatsminister Weimer dem US-Amerikaner Justin Jampol im Rahmen seines Besuchs das Verdienstkreuz am Bande. Damit wird sein langjähriges Engagement für den deutsch-amerikanischen Kulturaustausch und sein Beitrag zum Schutz des kulturellen Erbes gewürdigt. Während der verheerenden Waldbrände in Los Angeles im Januar 2025 organisierte Jampol die Sicherung bedeutender Kunst- und Kulturgüter aus der Villa Aurora. Dank seines Einsatzes konnten wertvolle Zeugnisse aus dem Nachlass der Familie Feuchtwanger – darunter Kunstwerke, Bücher und Einrichtungsgegenstände – vor den Flammen gerettet werden.
Quelle: Aaron Perez
Von der Villa Aurora führte die Reise weiter zum Thomas Mann House. Thomas Mann ließ die Villa 1942 während seines kalifornischen Exils errichten. Heute ist das Haus ein Ort des transatlantischen Austauschs, an dem sich Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaft begegnen und gesellschaftliche Debatten anstoßen. BKM unterstützt das Residenzprogramm gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt.
Quelle: Aaron Perez
Vor Ort sprach Staatsminister Weimer mit den Mitarbeitenden über die Arbeit des Hauses und seine Bedeutung für den transatlantischen Dialog. Zum Abschluss seines Besuchs trug er sich in das Gästebuch ein.
Quelle: Aaron Perez
Einen Besuch im Wende Museum in Culver City ließ Staatsminister Weimer sich nicht entgehen. Geleitet wird es von Justin Jampol, dem er am Vortag das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht hatte. Das Museum widmet sich der Geschichte und Kultur des ehemaligen Ostblocks und beleuchtet insbesondere dessen Kunst, Alltagsleben und politische Symbolik. Anhand einer vielfältigen Sammlung von Objekten, Dokumenten und persönlichen Zeugnissen bewahrt es das materielle und visuelle Erbe der DDR und der übrigen Ostblockstaaten.
Quelle: BKM
Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Kunst, die Kultur- und Kreativwirtschaft und die Medien standen im Anschluss im Mittelpunkt mehrerer Termine, wie beispielsweise im DATALAND Museum. Der Medienkünstler Refik Anadol gilt als Pionier der Ästhetik von Daten und maschineller Intelligenz. Als erster Künstler hat er künstliche Intelligenz in einem öffentlichen Kunstwerk eingesetzt – und das DATALAND Museum mitbegründet. Es zeigt KI nicht nur als technisches Hilfsmittel, sondern macht sie selbst zum Gegenstand und Medium künstlerischer Erfahrung. Staatsminister Weimer ließ sich von Anadol durch eine Ausstellung führen, die sich damit beschäftigt, wie KI natürliche Prozesse künstlerisch darstellen kann.
Quelle: BKM
Weiter ging es ins Silicon Valley. Dort traf der Staatsminister Leslie Miller, die das globale Government Affairs & Public Policy-Team von Google und das Public Policy-Team von YouTube verantwortet. In dem Gespräch ging es unter anderem um die Rolle der Tech-Unternehmen im Ökosystem der Kreativbranche sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Auch Maßnahmen zur Bekämpfung der Verbreitung von Deepfakes und Desinformation sowie zu einem besseren Schutz von Kindern und Jugendliche waren hier Thema.
Quelle: BKM
Auch beim anschließenden Besuch des Google-Headquarters standen die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz im Fokus. Staatsminister Weimer tauschte sich hier mit Pandu Nayak, dem Vice President Google Search, aus. Im Zentrum standen dabei auch Fragen des Urheberrechts und der Bedeutung eines fairen Wettbewerbs sowie einer fairen Vergütung für eine vielfältige und unabhängige Medienlandschaft.
Quelle: picture alliance / xim.gs | xim.gs / Philipp Szysa