Die Internationalen Filmfestspiele Berlin zählen zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt. Jetzt ist das komplette Programm für die 76. Festivalausgabe veröffentlicht. Insgesamt 277 Filme aus 80 Ländern sind in diesem Jahr zu entdecken. Eröffnet wird die Berlinale am 12. Februar.
Bald wird am Potsdamer Platz der Rote Teppich ausgerollt: Die 76. Berlinale startet am 12. Februar 2026.
22 Filme aus 28 Ländern gehen in diesem Jahr ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Die Bandbreite filmischer Formen und Genres ist groß: von Dokumentarfilm über japanischen Anime und australischen Western bis hin zur romantischen Komödie und psychologischem Thriller.
Deutschland ist mit Produktionen von İlker Çatak, Angela Schanelec und Eva Trobisch im Wettbewerb vertreten, hinzu kommen zwei internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung. Eine internationale Jury unter Vorsitz von Regielegende Wim Wenders wird entscheiden, wer sich bei der Preisverleihung am 21. Februar über einen Bären freuen kann.
Insgesamt 277 Filme aus 80 Ländern sind in diesem Jahr in den verschiedenen Sektionen zu sehen –von bemerkenswerten Erstlingswerken bis hin zu Beiträgen von Filmschaffenden, die das Festival seit vielen Jahren mitprägen. Neben aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen, Kurzfilmen, Serien sowie Kinder- und Jugendfilmen gibt es auch wieder eine Reihe restaurierter Klassiker zu entdecken. Eine Vielzahl der Beiträge stammt von Frauen – so haben 42 Prozent der 213 zeitgenössischen Produktionen weibliche Regisseurinnen.
Eröffnet wird die Berlinale am 12. Februar mit dem Spielfilm „No Good Men“ der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat. Die romantische Komödie erzählt vom Leben afghanischer Frauen – gleichermaßen persönlich wie politisch.
Zehn Tage lang haben Filmfans im Anschluss Gelegenheit, die Festivalbeiträge für sich zu entdecken. Auf dem Roten Teppich erwartet werden unter anderem die Schauspielerinnen Juliette Binoche, Isabelle Huppert und Pamela Anderson sowie ihre Schauspielkollegen Ethan Hawke, Sam Rockwell und Anders Danielsen Lie. Der Ehrenbär geht in diesem Jahr an die asiatische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Michelle Yeoh, die das Publikum mit Filmen wie „Tiger & Dragon“ und „Everything Everywhere All at Once“ begeistert hat. Außerdem wird der britisch-deutsche Komponist und Klangkünstler Max Richter mit der Berlinale-Kamera ausgezeichnet. Die Laudatio hält Oscarpreisträgerin Chloé Zhao.
Vom 16. bis zum 20. Februar ist zudem wieder eine Auswahl an Filmen dezentral in Berliner Programmkinos zu sehen. Zum Abschluss der Berlinale gibt es darüber hinaus einen Publikumstag mit reduzierten Ticketpreisen.
Die Tickets für den Publikumstag sind ab dem 9. Februar online erhältlich, die anderen Tickets drei Tage vor der jeweiligen Filmvorführung. Weitere Informationen finden Sie unter www.berlinale.de.
Parallel zum Publikumsfestival findet vom 12. bis zum 18. Februar wieder der European Film Market statt, einer der weltweit bedeutendsten Film- und Contentmärkte und zugleich das Auftakttreffen der audiovisuellen Branche zum Jahresbeginn. Als lebendiger Marktplatz bringt der EFM wichtige Fachleute zusammen, um Filme, Serien, Dokumentationen und andere audiovisuelle Inhalte zu kaufen, zu verkaufen und zu lizenzieren. In diesem Jahr ist Marokko „Country in Focus“ und präsentiert dort die verschiedenen Facetten seiner Filmindustrie.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert die Internationalen Filmfestspiele Berlin institutionell, in diesem Jahr mit 10,9 Millionen Euro regulärer Förderung und zusätzlich einmalig 1 Million Euro. Hinzu kommen die Berlinale Talents, die BKM mit 210.000 Euro aus Mitteln der kulturellen Filmförderung unterstützt.