Staatsminister Weimer zum Gedenken an die Novemberpogrome: „Kein Platz für Antisemitismus -jüdisches Leben muss selbstverständlich und sicher sein“

Pressemitteilung

Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, mahnt zum Jahrestag der Reichspogromnacht, das Erinnern an den 9. November 1938 sei kein Blick in die Vergangenheit, sondern Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft. Antisemitismus und Hass dürften keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.

Staatsminister Weimer erklärte: „Die Novemberpogrome waren kein spontaner Ausbruch von Gewalt. Sie waren ein staatlich organisierter und gelenkter Terror, initiiert von einem Regime, das jüdische Menschen systematisch entrechtete, ausgrenzte und schließlich vernichten wollte. Zugleich offenbarten sie das Versagen einer Gesellschaft, in der zu viele schwiegen, wegschauten oder die Verbrechen unterstützten.

Das Gedenken an den 9. November 1938 ist deshalb weit mehr als ein Blick in die Vergangenheit. Es verpflichtet uns für unsere Gegenwart und Zukunft. Gerade angesichts des zunehmenden Antisemitismus dürfen wir nicht vergessen, wohin Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit und Gleichgültigkeit führen können. Vielmehr müssen wir engagiert für eine Gesellschaft eintreten, in der jüdisches Leben selbstverständlich und sicher ist, in der die Menschenwürde unantastbar bleibt und in der Antisemitismus und Hass keinen Platz haben.“

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland mehr als 1.400 Synagogen in Brand gesetzt, tausende jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört, Friedhöfe geschändet, Menschen gedemütigt, misshandelt und ermordet. Zehntausende jüdische Männer wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die Novemberpogrome markierten den Übergang von der seit 1933 betriebenen Diskriminierung und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung zu ihrer systematischen Verfolgung. 
 

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