Valeska Grisebach hat heute mit ihrem Film „Das geträumte Abenteuer“ den Preis der Jury der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes gewonnen. Der Film wurde mit rund 1 Million Euro aus Bundesmitteln gefördert. Erst gestern feierte er in Cannes Premiere und bildete damit das Schlusswerk der Wettbewerbssektion.
Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer: „‚Das geträumte Abenteuer‘ wurde beim diesjährigen Festival von Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit einen Film, der mit großer Genauigkeit und außergewöhnlicher atmosphärischer Kraft menschliche Beziehungen und gesellschaftliche Wirklichkeiten erkundet. Valeska Grisebach gelingt es, mit leisen Tönen und eindringlichen Bildern eine besondere Nähe zu ihren Figuren entstehen zu lassen. Diese Auszeichnung ist ein großer Erfolg für die Regisseurin und eine wichtige Anerkennung für den deutschen Film auf internationaler Bühne.“
Neben Grisebachs Film war Deutschland im diesjährigen Wettbewerb mit weiteren Ko-Produktionen vertreten. Die Jury prämierte den Film „Minotaur“ von Andrey Zvyagintsev mit dem Großen Preis der Jury. Andrey Zvyagintsev erzählt mit großer Wucht und filmischer Präzision eine Geschichte über Macht, Verantwortung und moralische Brüche. Mit eindringlichen Bildern und einer dichten Atmosphäre entsteht ein Werk, das gesellschaftliche Spannungen und persönliche Konflikte gleichermaßen sichtbar macht und dabei weit über seine konkrete Erzählung hinausweist.
Auch in den Nebenreihen waren Filme mit deutscher Beteiligung in diesem Jahr stark vertreten: So feierte in Cannes Première der Film „Heimsuchung“ von Volker Schlöndorff nach dem gleichnamigen Roman von Jenny Erpenbeck seine Uraufführung. Mit 87 Jahren kehrte der Regisseur erneut nach Cannes zurück und wurde vom Publikum mit Standing Ovations geehrt. Der Film wurde mit Mitteln des Bundes in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro unterstützt.
Staatsminister Weimer: „Schlöndorffs Kino verbindet Literatur, Geschichte und Humanität auf unverwechselbare Weise und erinnert daran, dass deutsche Filmkunst weltweit Resonanz findet.“
Alle Preisträgerinnen und Preisträger sind auf der Website der Filmfestspiele Cannes zu finden:
www.festival-cannes.com