Kulturpolitik als Strukturpolitik für den ländlichen Raum: Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Staatsminister Rainer Robra bereisen den Burgenlandkreis

Pressemitteilung

Im Rahmen seiner einwöchigen Kulturbautenreise hat der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Staatsminister und Minister für Kultur, Rainer Robra, den Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt besucht. Dabei wurde die Bedeutung der Kultur als Zukunftsfaktor für die Entwicklung ländlicher Regionen hervorgehoben. Stationen der Reise waren die Design Akademie Saaleck, die Stiftung Schulpforta, Schloss Neuenburg sowie das Reallabor ZEKIWA der Bauhaus Stiftung Dessau in Zeitz.

Im Mittelpunkt standen Fragen der kulturellen Infrastruktur, der Denkmalpflege, der kulturellen Bildung und der kreativen Regionalentwicklung. Darüber hinaus legten beide Staatsminister in Gedenken an Oskar Brüsewitz einen Kranz am Mahnmal in Zeitz nieder. Der Tod des Pfarrers Oskar Brüsewitz im August 1976 in Zeitz nahm mittelbar Einfluss auf die Kirche und spätere Opposition in der DDR.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sagte im Vorfeld der Reise: „Die Kultureinrichtungen in Sachsen-Anhalt sind nicht nur für die Menschen vor Ort von großer Bedeutung, sondern besitzen eine Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Gerade hier wird deutlich, dass Kulturbauten wichtige Zeugnisse unserer Geschichte sind. Die Neuen Saalecker Werkstätten sind dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Dass dieser historisch belastete Ort künftig als Dokumentationszentrum mit Fokus auf Antisemitismus und Rassismus genutzt wird, ist ein starkes Zeichen für die Freiheit und unsere Demokratie. Die vielfältige Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts prägt Identität und Zusammenhalt. Ich freue mich, dass der Bund ihren Erhalt und ihre Weiterentwicklung unterstützt.“

„Die heute besuchten Einrichtungen zeigen eindrucksvoll, dass Sachsen-Anhalt nicht nur über ein herausragendes kulturelles Erbe verfügt, sondern zugleich ein modernes Kultur- und Innovationsland ist. Kultur im ländlichen Raum stärkt Identität, schafft Begegnungen und trägt wesentlich zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit unserer Regionen bei. Die vielfältigen Projekte im Burgenlandkreis belegen eindrucksvoll, wie kulturelles Erbe, kreative Ideen und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken. Ich freue mich über das große Interesse von Staatsminister Dr. Wolfram Weimer an diesen Entwicklungen“, sagte Kulturminister Rainer Robra.

Die Gespräche vor Ort verdeutlichten, wie eng kulturelles Erbe, gesellschaftlicher Zusammenhalt und regionale Entwicklung miteinander verbunden sind. Von der Förderung kreativer Talente in Saaleck über die Pflege bedeutender Kulturdenkmäler bis hin zur Umnutzung historischer Industrieorte entstehen im ländlichen Raum Impulse, die weit über die Region hinauswirken.

Weitere Informationen rund um die BKM-Förderung von Kulturbauten finden Sie unter www.kulturstaatsminister.de/kulturbauten-und-kulturgutschutz/kulturbauten

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