Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat heute im Rahmen der Kulturbauten-Initiative bis zu 60 Millionen Euro für die Erweiterung und Sanierung des Internationalen Produktionshauses Kampnagel in Hamburg zugesagt. In Zusammenarbeit mit dem Pariser Architekturbüro Lacaton & Vassal sollen die Maschinenfabrikhallen umfangreich modernisiert, erweitert und an steigende Bedarfe angepasst werden. Der offizielle Spatenstich ist für den 30. Oktober unter Teilnahme des Staatsministers geplant.
Kulturstaatsminister Weimer: „Kampnagel ist ein Leuchtturm der freien Kulturszene. Seine internationale Kulturarbeit strahlt weit über Hamburg und Deutschland hinaus. Mit den Mitteln trägt der Bund erheblich dazu bei, auf dem historischen Gelände zeitgemäße Produktionsbedingungen zu schaffen. So kann sich Kampnagel auf dem gewohnt hohen künstlerischen Niveau als Spiel- und Produktionsstätte für die freie Szene und als Labor für spartenübergreifende Gegenwartskunst weiterentwickeln. Damit stärken wir gerade in diesen haushaltspolitisch schwierigen Zeiten auch die freie Szene.“
Die Baumaßnahmen sollen bei laufendem Spielbetrieb umgesetzt werden. Geplant ist der Umbau als künstlerisch begleitete „performative Baustelle“. Die Gesamtkosten der Sanierung und Erweiterung betragen rund 168 Millionen Euro, finanziert vom Bund gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg.
Die Kulturfabrik Kampnagel ist ein weltweit bekanntes internationales Produktionshaus. Neben zeitgenössischen darstellenden Künsten präsentiert es Konzerte, Konferenzen und eine Vielzahl unterschiedlicher Festivals. Das Programm bildet ein breites Spektrum an wegweisenden Tendenzen in Theater, Tanz und Performance sowie Musik, Bildender Kunst und Architektur ab.
Die Stärkung der kulturellen Infrastruktur zählt zu den zentralen Anliegen der Bundesregierung. Mit nachhaltigen Investitionen unterstützt der Bund kulturelle Einrichtungen und Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Viele dieser Orte prägen seit Jahrhunderten das Erscheinungsbild ihrer Regionen und sind zugleich wichtige Anziehungspunkte für Bildung und Tourismus.
Weitere Informationen unter: www.kulturstaatsminister.de/kulturbauten