Auf dem Fest der Produktionsallianz, einem bedeutenden Termin für die Film- und Fernsehbranche in Deutschland, stärkte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dem Verband den Rücken. „Auch die neue Bundesregierung ist ein großer Freund dieser Branche, ein bekennender Unterstützer“, sagte er in seiner Rede.
Wolfram Weimer beim Fest der Produktionsallianz im Tipi am Kanzleramt.
– Es gilt das gesprochene Wort –
Alle Jahre wieder kann man hier die Kreativen und die Schauspieler, die Produzenten, die ganze Branche auf eine wunderbar entspannte Weise treffen. Und alle Jahre wieder kommt ja auch einer vom Kanzleramt rüber und hält eine Rede auf der Party. Das war bei Angela Merkel und Claudia Roth so, das war bei Olaf Scholz so und jetzt ist es der Weimer. Es gibt dort im Kanzleramt eine Grundmelodie der Zuneigung zu der Branche. Ich bin ein bekennender Freund des „Alle Jahre wieder“. Auch das alle Tage wieder. Mein Lieblingsfilm ist nämlich „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Dass wir immer wieder hier aufschlagen, ist ja auch ein Bekenntnis, das über die Bundesregierung hinaus geht. Und das kann ich an dieser Stelle wirklich erneuern. Auch die neue Bundesregierung ist ein großer Freund dieser Branche, ein bekennender Unterstützer. Und wir wissen, was wir an Ihnen haben. Sie haben das eben in Zahlen genannt. Sie haben das aber auch mit der Lagerfeuermetapher angesprochen. Also wir werden auch aus dem Kanzleramt und dem Finanzministerium schauen, dass wir ein paar Holzscheite hinzutragen, dass das Lagerfeuer auch lodern kann. Es gehört ja in dieser Murmeltiergeschichte auch eine Erkenntnis dazu. Auch wenn es sich immer gleich anfühlt, so gibt es doch Verbesserungen im Moralischen und auch in der Liebe in diesem Fall. Und das sollte hier auch der Fall sein, dass wir in dieser Legislatur wirklich nicht nur mit dem grundsätzlichen Bekenntnis vorankommen, sondern auch in den Dingen.
Und ich denke, wir haben da Grund zu vorsichtiger Hoffnung. Das haben wir auf grundsätzliche Weise, weil die Wirtschaft in Deutschland zum Glück anspringt, weil wir jetzt auch gute Aussichten haben, dass nach den Jahren der Rezession und Stagnation endlich in der Konjunktur etwas vorankommt. Die Frühindikatoren sind gut. Also gerade in dieser Branche und in der Medienbranche insgesamt wird man wahrscheinlich schon im letzten Quartal deutliche Anzeichen sehen. Und das wollen wir natürlich aktiv befördern, dass das auch in dieser Branche um sich greift. Und wir haben ja dazu auch akute Maßnahmen gefasst, die Förderquote in den Direktförderung auf 30 Prozent zu erhöhen und die Fonds auszustatten. Und da kann ich Ihnen sagen: Was in den letzten Wochen passiert ist, ist außerordentlich erfreulich. Wir haben endlich nach so vielen Quartalen der Stagnation jetzt wieder deutlich sprunghafte Anträge von neuen Produktionen, von neuen Filmen, die angegangen werden. Wir kommen kaum hinterher, das akut zu finanzieren. Das ist aber ein gutes Signal, und das sollte uns auch heute Abend Mut und Optimismus geben, dass da mehr geht. Und was die Perspektive anbetrifft. Ich werde mich mit Herrn Böhning zeitnah zusammensetzen und wir werden schauen, was in unseren Initiativen geht. Der Wille ist da. Man muss aber auch sagen, es gibt natürlich Widerstände und da hoffen wir, die zu überwinden. Wir werden auf beiden Baustellen arbeiten und ich glaube, wir werden schon nach der Sommerpause Signale geben können, dass wirklich etwas vorangeht. Denn diese Branche braucht die Unterstützung wirklich in jeder Beziehung. Nun ist es so, dass Reden an solchen Feiern eigentlich nur störend sind. Aber das wollte ich Ihnen zumindest mitteilen. In dem Murmeltierfilm gibt es ja dann die Sequenz, immer wenn Bill Murray seine Frühstückspension verließ, ruft die Wirtin ihm hinterher: „Ich hoffe, Sie haben Spaß bei den Festlichkeiten.“ Das soll gewissermaßen auch das Motto des heutigen Abends werden. Und in diesem Sinne hebe ich mein fiktives Glas, hebe ich auf Ihre Kreativität, auf eine hoffentlich bessere Zukunft, auf unsere Unterstützung, auf ein gutes Miteinander und natürlich - auf den Weltfrieden.