Bericht der Ostbeauftragten 2026 – Staatsminister Weimer: „Kulturförderung in Ostdeutschland stärkt auch Wirtschaft und Gesellschaft“

Pressemitteilung

Staatsministerin Elisabeth Kaiser hat heute im Kabinett den Bericht der Ostbeauftragten 2026 vorgestellt. Unter dem Titel „In Bewegung bleiben“ nimmt der Bericht die Entwicklungsmöglichkeiten der Menschen in Ostdeutschland in den Blick. Ein eigenes Kapitel zeigt, wie die Kulturförderung des Bundes hierzu beiträgt.

Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer: „Kultur ist ein wichtiger Faktor für die Entwicklung von Regionen und für die Chancen der Menschen, die dort leben. Museen, Theater, Gedenkstätten und andere Kulturorte schaffen Arbeitsplätze, vermitteln Wissen und bringen Menschen zusammen. Kulturförderung ist deshalb auch Struktur- und Standortpolitik. Wir wollen kulturelle Stärke in Ostdeutschland sichern und damit Menschen Möglichkeiten eröffnen, sich beruflich und persönlich zu entwickeln.“

Die vom Bund geförderten Kultureinrichtungen sind verlässliche Arbeitgeber, Ausbildungs- und Begegnungsorte und stärken insbesondere in ländlichen Regionen Ostdeutschlands die kulturelle und soziale Infrastruktur. Dazu zählen etwa die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Bauhaus Dessau oder die Stiftung Deutsches Meeresmuseum in Stralsund.

Investitionen in Kultur schaffen konkrete wirtschaftliche Effekte. Beim 400 Millionen Euro umfassenden Sonderinvestitionsprogramm für mitteldeutsche Schlösser und Gärten in Thüringen und Sachsen-Anhalt, das von beiden Ländern und dem Bund gemeinsam finanziert wird, gehen beispielsweise rund 80 Prozent der Aufträge an regionale Handwerksbetriebe. Davon profitieren Unternehmen, Beschäftigte und junge Menschen in Ausbildung. Mit dem Förderprogramm „Industriekultur“ stellt der Bund auch in den früheren Braunkohlerevieren in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt bis 2038 verlässlich Fördermittel für den Erhalt und die Umgestaltung herausragender Industriegebäude und -anlagen bereit.

Kulturförderung eröffnet zugleich individuelle berufliche Perspektiven. Über das Programm „Press Start: Gründungsstipendium Games“ erhielten 22 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Ostdeutschland zwischen 2024 und 2026 Unterstützung bei der Entwicklung eigener Computerspiele und der Unternehmensgründung. Die Stiftung Kunstfonds vergab 2025 und 2026 insgesamt 77 Stipendien an Künstlerinnen und Künstler in Ostdeutschland.

Auch die Exzellenzförderung stärkt die kulturelle Infrastruktur: Der mit 200.000 Euro dotierte Theaterpreis des Bundes ging 2026 an
HELLERAU – Europäisches Zentrum für die Künste in Dresden. Das stellwerk junges Theater Weimar erhielt die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie Freie Produktionshäuser. Darüber hinaus stärkt die Bundesregierung die freie Szene durch die Förderung von Einzelkünstlerinnen und -künstlern, Künstlerresidenzen an freien Theaterhäusern und Programmen wie dem Fonds Darstellende Künste, dem Nationalen Performance Netz und dem Tanzpakt. Ein erheblicher Teil der Förderung kommt regelmäßig Produktionsorten in Ostdeutschland zugute.

Darüber hinaus stärken Festivals und Kulturprogramme die Regionen. Die sechs vom Bund geförderten Filmfestivals in Ostdeutschland schaffen Sichtbarkeit, ziehen Besucherinnen und Besucher an und eröffnen Zugänge zur Film- und Kreativwirtschaft. Das Programm „Aller.Land“ unterstützt bis 2030 Kultur, Beteiligung und Demokratie in 30 vor allem strukturschwachen ländlichen Räumen, davon elf in Ostdeutschland. 

Den Bericht finden Sie auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

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