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Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft

Anlässlich der Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft nahm Staatsminister Weimer an einem Festgottesdienst im Berliner Dom teil. Im Anschluss besichtigte er bei einem Rundgang die bedeutende Grablege, die nach sechs Jahren umfangreicher Bauarbeiten und Sanierungsmaßnahmen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Staatsminister Weimer spricht ein Grußwort beim Festgottesdienst im Berliner Dom.

Über 11.000 Besucherinnen und Besucher: Bereits am Tag zuvor konnten Interessierte bei einem Tag der offenen Tür den Berliner Dom und die neu zugängliche Hohenzollerngruft entdecken. 

Quelle: Berliner Dom / Alexandra Sell

Mit 91 Bestattungen ist die Hohenzollerngruft eine der größten dynastischen Grabstätten Europas. Sie erzählt die Geschichte des Hauses Hohenzollern und damit auch ein Stück der Geschichte des Landes und der Stadt Berlin. Nun ist der würdevolle Ort wieder für Besucherinnen und Besucher des Berliner Doms geöffnet.

„Was hier in den vergangenen Jahren geschehen ist, ist vor allem ein bemerkenswertes Kapitel demokratischer und föderaler Kulturpolitik“, erklärte Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer in seinem Grußwort. „Mit dem Land Berlin, der Domgemeinde, Stiftungen und vielen Engagierten haben wir ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk geschaffen.“

Die Gesamtkosten der Sanierung und der Weiterentwicklung der Hohenzollerngruft belaufen sich auf rund 29,5 Millionen Euro, von denen der Bund über 10 Millionen Euro übernimmt. Weitere Förderer sind unter anderem das Land Berlin und die Berliner-Dom-Stiftung.

500 Jahre brandenburgisch-preußische Grabkultur

Die sich in der Gruft befindenden Bestattungen reichen vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Darunter sind Persönlichkeiten, die das Land und die Stadt Berlin maßgeblich geprägt haben – so auch König Friedrich I. und seine Frau Königin Sophie Charlotte, nach der das Berliner Schloss Charlottenburg benannt ist.

Auch, dass alle Kunststile seit der ausgehenden Spätgotik sich in den Grabmälern und Särgen widerspiegeln, macht die Grabstätte zu einem einzigartigen kulturgeschichtlichen Zeugnis. Die Särge sind je nach Entstehungszeit aus Stein, Metall oder Holz gefertigt. Eine besondere Rarität stellen jene Exemplare dar, die mit Textilien wie Samt und Brokat bespannt sind.

Neuer Vermittlungsraum und verbesserte Barrierefreiheit

Dank der Sanierungsmaßnahmen verfügt die Hohenzollerngruft nun über einen neuen Vermittlungsraum, der mit Grabbeigaben, Animationsfilmen und einem interaktiven Gruftmodell in die Geschichte der Grablege einführt und über die Sargaufstellung informiert. So erhalten Besucherinnen und Besucher einen anschaulichen Zugang zu den historischen Hintergründen.

Zum Schutz der historischen Sarkophage wurde erstmals eine Klimaanlage installiert, die Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen reguliert und das Raumklima verbessert. Ein neues Lichtkonzept unterstreicht die besondere Atmosphäre der Grablege und macht architektonische Details sichtbar, zudem wurde die Barrierefreiheit deutlich ausgebaut.

 

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