Die Bundesregierung stellt ihre Filmförderung neu auf. Dafür erhöht sie erheblich die Mittel für die Filmförderfonds. Ab 2026 stellt der Bund jährlich 250 Millionen Euro für den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF) bereit – fast doppelt so viel wie bisher. Darüber hinaus ist eine Investitionsverpflichtung vorgesehen.
Durch die jetzt beschlossene Aufstockung werden die Filmförderfonds international konkurrenzfähig, freut sich Medienstaatsminister Weimer.
„Wir brauchen mehr Blockbuster und Serienhits made in Germany“, ist Medienstaatsminister Wolfram Weimer überzeugt. „Mit mehr als 110 Jahren Filmschaffen in Deutschland haben wir dafür doch beste Voraussetzungen: Wir haben die Studios, wir haben die Produktionsdienstleister und wir haben das kreative Talent und das technische Know-How“, so der Staatsminister.
Hinzu kommt jetzt eine Anreizförderung, mit der Deutschland auf international wettbewerbsfähiges Niveau aufschließt. Dafür stockt die Bundesregierung das Fördervolumen für den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF) ab dem kommenden Jahr von 130 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro auf. Das hat das Bundeskabinett am 30. Juli 2025 mit dem Regierungsentwurf für den Haushalt 2026 beschlossen. Die Förderquote wird damit dauerhaft auf 30 Prozent und auf international wettbewerbsfähiges Niveau angehoben.
Das jetzt verabschiedete Fördervolumen soll auch über 2026 hinaus fortgeführt werden. Darauf haben sich Medienstaatsminister Weimer und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil verständigt. „Deutschland hat eine großartige Filmszene. Wir wollen ein Top-Standort für Film- und Serienproduktionen sein, die international erfolgreich sind. Deshalb stärken wir die Filmproduktion in Deutschland“, so der Bundesfinanzminister.
Die neue Anreizförderung bietet deutschen und internationalen Produzentinnen und Produzenten langfristig Planungssicherheit für ihre Investitionsentscheidungen. „Diese neue Planbarkeit ist das stärkste Signal an deutsche und internationale Produzenten: Drehs in Deutschland lohnen sich“, betont Wolfram Weimer.
Bisher stellten Bund und Länder gemeinsam ein jährliches Budget von rund 330 Millionen Euro für die Produktionsförderung von Filmen und Serien bereit. Davon stammten etwa 185 Millionen Euro vom Bund. Ab 2026 stehen mit dem geplanten Aufwuchs bei der Anreizförderung und der jurybasierten kulturellen Filmförderung allein bundesseitig 310 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Förderungen durch die Länder.
Die Anreizförderung soll zudem von einer Investitionsverpflichtung für Mediendienste-Anbieter ergänzt werden. „Die Branche und die Länder wissen wir bei diesem Großmanöver für den Filmstandort Deutschland an unserer Seite und danken allen Beteiligten für ihr konstruktives Mitwirken“, erklärt der Medienstaatsminister.
Ein Entwurf für ein Investitionsverpflichtungsgesetz soll zeitnah in die Ressortabstimmung gehen. Im Anschluss plant Staatsminister Weimer, eine breite Branchenanhörung in die Wege zu leiten.
Die Neuaufstellung der Anreizförderung und die Investitionsverpflichtung sind Teil der Reform der Filmförderung des Bundes. Ziel ist es, den Produktionsstandort Deutschland zu stärken und international wettbewerbsfähiger zu machen. Die Reform basiert auf vier Säulen. In der vergangenen Legislatur waren mit dem neuen Filmförderungsgesetz und der jurybasierten kulturellen Filmförderung bereits zwei zentrale Elemente umgesetzt worden. Mit der nun beschlossenen Anreizförderung und dem geplanten Investitionsverpflichtungsgesetz kommt die Reform zu einem Abschluss.