Anlässlich der Rohbaufertigstellung nahm Staatsminister Weimer am Richtfest für das zukünftige Museum der Moderne berlin modern am Berliner Kulturforum teil. Begleitet wurde das Fest von musikalischen Beiträgen der Berliner Philharmoniker und einer Performance der Künstlerin Joan Jonas.
Eine Vision nimmt Gestalt an: Direkt neben der neuen Nationalgalerie entsteht das Museum des 20. Jahrhunderts nach Entwürfen der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron.
2,50 Meter breit und 3 Meter hoch: Traditionsgemäß wurde beim Richtfest zum Bau des neuen Kunstmuseums berlin modern eine imposante Richtkrone per Kran auf den Dachfirst des Gebäudes gehoben – ein symbolträchtiger Moment im Bauprozess des größten Kulturbauprojekts des Bundes.
Es sei ein Tag der Freude und der Hoffnung, denn es ginge voran, erklärte Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer in seiner Rede. „Wir sind hier Zeuge der Werdung eines der größten und wichtigsten Museen der Welt“, so Weimer weiter.
Weimer: „Es wird ein Ort des Flanierens, des Staunens und der Begeisterung über die Kulturnation Deutschland.“
Quelle: SPK / Dominik Butzmann / photothekNoch vor dem Richtfest nutzte Staatsminister Weimer die Gelegenheit, sich bei einem Rundgang persönlich ein Bild vom Rohbau zu machen. Am anschließenden Fest nahmen neben ihm auch der Direktor der Neuen Nationalgalerie Klaus Biesenbach, die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Marion Ackermann, der Architekt Jacques Herzog sowie Christian Kaiser, Leiter des Bundesbaus Baden-Württemberg, teil.
Insgesamt waren rund 350 Gäste zum Richtfest gekommen, darunter auch rund 120 am Rohbau beteiligte Bauleute, Planerinnen und Planer sowie Handwerkerinnen und Handwerker. Ihnen sprach der Staatsminister besonderen Dank für ihren Einsatz, ihre Kompetenz und ihre Kunstfertigkeit aus.
Die Kosten für das Bauprojekt berlin modern werden derzeit mit 507 Millionen Euro prognostiziert. Dies berücksichtigt auch Projektrisiken sowie Baupreissteigerungen. Bezogen auf die bereits bei der ursprünglichen Veranschlagung einkalkulierten möglichen Mehrkosten entspricht dies einer moderaten Kostensteigerung von lediglich vier Prozent – bei aktuell sinkender Tendenz. Entworfen wurde das Gebäude vom Architekturbüro Herzog & de Meuron. Die bauliche Fertigstellung ist für 2029 geplant.
Auf rund 9.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird im Museumsneubau künftig eine Vielzahl der hochkarätigen Werke aus der Kunstsammlung des 20. Jahrhunderts der Nationalgalerie zu entdecken sein. Hinzu kommen die Sammlungen Marx, Pietzsch, Teile der Sammlung Marzona sowie Arbeiten, die der Maler Gerhard Richter als langfristige Dauerleihgabe der Nationalgalerie überlassen hat.
berlin modern: Entwurfsansichten der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron
Quelle: SPK / Dominik Butzmann / photothekMalerei, Skulptur, Installation und Performance sollen im berlin modern künftig in Dialog mit Fotografie und Film, aber auch Design, Mode und Buchkultur treten. Doch nicht nur die Künste soll das neue Museum stärker miteinander verbinden, sondern auch die verschiedenen Kultureinrichtungen am Berliner Kulturforum.
Auch für die Öffentlichkeit waren die Türen des Rohbaus am 18. und 19. Oktober geöffnet. Besucherinnen und Besucher konnten an einem offenen Rundgang und an einer Performance der Künstlerin Joan Jonas teilnehmen, Schautafeln informierten über das Ausstellungskonzept.