Musikbranche setzt gemeinsame Leitplanken

Runder Tisch Musikstreaming

Auf Einladung von Staatsminister Weimer haben sich erstmals wichtige Vertreterinnen und Vertreter der Musikbranche im Bundeskanzleramt zu einem Runden Tisch zusammengefunden. Mit großem Erfolg: Gemeinsam soll an Branchenlösungen für die aktuellen Herausforderungen im Musikstreaming gearbeitet werden.

Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsleitung „KI & Daten“ Bitkom,  Verena Bößmann, Vorstandsmitglied im Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e. V., Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender und CEO des Bundesverbandes Musikindustrie, Staatsminister Weimer,  Künstlerin Balbina von der Akademie für populäre Musik und Künstler Herbert Grönemeyer bei der Pressekonferenz im Kanzleramt.

Musikstreaming ist heute ein wichtiger Wachstumstreiber der Musikbranche.

Quelle: BKM, Thomas Trutschel

Musikstreaming prägt heute den Musikkonsum von Millionen Menschen. Umso wichtiger ist der Austausch derjenigen, die dieses Ökosystem gestalten. Zum ersten Mal kamen nun Vertreterinnen und Vertreter der Musikindustrie – darunter Musikschaffende, Streamingdienste, Musiklabels und weitere Branchenakteure – an einem Tisch zusammen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen mehr Transparenz im Musikstreaming sowie eine angemessene Vergütung von Künstlerinnen und Künstlern. Alle Beteiligten verständigten sich auf eine Zukunftsagenda, die beinhaltet, den Dialog unter der Leitung des BKM fortzusetzen und gemeinsam an einer Branchenlösung zu arbeiten.

Staatsminister Weimer erklärte, man werde diesen Prozess aktiv moderieren und darauf hinwirken, dass unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und tragfähige Lösungen entwickelt werden. „Kreatives Schaffen muss sich auch im digitalen Zeitalter lohnen“, so Weimer. 

Die Musikbranche ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Musikstreaming zählt dabei zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Branche. 2025 erzielte der deutsche Musikmarkt mit Streaming, Tonträgern und Downloads einen Rekordumsatz von 2,4 Milliarden Euro. Auf Musikstreaming entfielen dabei rund 80 Prozent der Erlöse.

Gemeinsame Zukunftsagenda für das Musikstreaming

Zur Umsetzung der gemeinsamen Zukunftsagenda wird eine „Taskforce Musikstreaming“ eingerichtet, in der alle Interessengruppen vertreten sein werden und in der die aktuellen Herausforderungen der Branche adressiert werden sollen. Dazu gehört, einen „Musikstreaming Vergütungskompass“ einzuführen, der erstmals belastbare Daten für den deutschen Markt liefern und eine gemeinsame Datengrundlage für die weitere Arbeit schaffen soll.

Darüber hinaus soll die Taskforce Vorschläge für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Musikstreaming erarbeiten, die Qualität und Vollständigkeit von Metadaten verbessern sowie gemeinsame Empfehlungen zum Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz entwickeln. Zudem soll der Austausch zur Bekämpfung von Streaming-Betrug intensiviert werden.

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, den digitalen Musikmarkt dabei zu unterstützen, faire und transparente Vergütungsmodelle zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat Staatsminister Weimer zwischen Dezember 2025 und März 2026 einzelne Gesprächsrunden mit Kreativen, Labels und Musikstreamingdiensten geführt. Sie bildeten die Grundlage für den gemeinsamen Runden Tisch. 

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