Mit Musik für Dialog und Zusammenhalt

Jewish Chamber Orchestra Hamburg

Das überkonfessionelle Kammerorchester Jewish Chamber Orchestra Hamburg verbindet Musik mit gesellschaftlichem Dialog und bewahrt die Werke von im Nationalsozialismus verfolgten jüdischen Künstlerinnen und Künstlern vor dem Vergessen. Staatsminister Weimer besuchte eine Probe des Ensembles im Vorfeld des Konzerts „Auf(er)stehen“, das am 1. November 2026 in der Elbphilharmonie stattfindet. Die Veranstaltung ist Teil einer BKM-geförderten Konzertreihe.

Das JCOHH probt in Räumlichkeiten des Helene-Lange-Gymnasiums in EImsbüttel

Neben seiner Konzerttätigkeit verbindet das Jewish Chamber Orchestra Hamburg klassische Musik mit Vermittlungsformaten, dem gesellschaftlichen Dialog und kultureller Bildung.

Quelle: BKM / Christian Irrgang

Was kann Musik in einer Gesellschaft bewirken, die zunehmend von Spannungen und Polarisierung geprägt ist? Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg (JCOHH) versteht sich selbst als ein Symbol für Hoffnung und Verantwortung – und seine Konzerte als Räume der Begegnung, in denen Zuhören, Dialog und Perspektivwechsel möglich werden.

Wie das Orchester diesen Anspruch mit Leben füllt, konnte Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer bei einer Probe des Ensembles im Helene-Lange-Gymnasium in Hamburg-Eimsbüttel erleben. Im Anschluss an die Orchesterprobe kam er mit den Orchestermitgliedern ins Gespräch.

Das 2018 gegründete Jewish Chamber Orchestra Hamburg (JCOHH) ist eng mit der Geschichte der Stadt Hamburg verbunden. Es knüpft an das historische Jüdische Kammerorchester in Hamburg an, das der deutsch-jüdische Komponist Edvard Moritz 1934 ins Leben rief und das 1935 aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung aufgelöst wurde. Heute bringt das JCOHH jüdische und nicht-jüdische Musikerinnen und Musiker zusammen und ist mit Konzertreihen und Gastspielen in zahlreichen Städten Deutschlands und der Schweiz vertreten.

„Auf(er)stehen“: Ein Konzert, das Geschichte und Gegenwart verbindet

Geprobt wurde für die Konzertveranstaltung „Auf(er)stehen“, die am 1. November 2026 im Großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg stattfindet. Die Veranstaltung ist Teil der Konzertreihe „Damit die Welt neu klingt“, die vom BKM mit insgesamt 350.000 Euro gefördert wird. Die Förderung umfasst sechs Veranstaltungen zwischen Juni 2026 und Januar 2027. Ziel der Reihe ist es, jüdische Kultur als Teil deutscher Vergangenheit und Gegenwart sichtbar zu machen.

Im Mittelpunkt von „Auf(er)stehen“ steht die „Auferstehungssymphonie“, also die zweite Symphonie von Gustav Mahler, der von 1891 bis 1897 als Erster Kapellmeister am Stadttheater Hamburg tätig war. Zeitgenössische Kompositionen wie „Lunar Current“ von Fabia Mantwill und der zweite Satz aus der „Nachtmusik op. 17a“ von Edvard Moritz schlagen eine Brücke zur Gegenwart. Ergänzt wird das musikalische Programm durch eine Lesung des Schauspielers David Ali Rashed.

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