Goldener Bär für „Gelbe Briefe“

76. Berlinale

Die Internationale Jury hat die Gewinner-Filme der Berlinale 2026 bekannt gegeben – das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären ist entschieden. Erstmals nach über 20 Jahren wurde mit „Gelbe Briefe“ von İlker Çatak wieder ein deutscher Film mit dem wichtigsten Preis der Filmfestspiele ausgezeichnet.

Ilker Catak und das Filmteam von "Gelbe Briefe" bei der Preisverleihung

Herzlichen Glückwunsch an İlker Çatak! Mit seinem Filmteam kann sich der Regisseur über den Goldenen Bären der Berlinale 2026 freuen.

Quelle: Richard Hübner / Berlinale 2026

Unter großem Jubel überreichte der Präsident der Internationalen Jury Wim Wenders den Goldenen Bären an das Team von „Gelbe Briefe“. Das Drama des deutschen Regisseurs İlker Çatak überzeugte die Internationale Jury als bester Film der 76. Berlinale. 

Auch die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller konnte sich über eine Auszeichnung freuen. Sie erhielt den Silbernen Bären für ihre herausragende schauspielerische Leistung in dem Historiendrama „Rose“ von Markus Schleinzer. Beide Filme wurden mit Mitteln aus dem Bundeskulturetat gefördert.

Ein weiterer Silberner Bär ging an Emin Alper. Der türkische Regisseur erhielt den Großen Preis der Jury für seinen Film „Kurtuluş“. Für den Wettbewerbsbeitrag „Queen at Sea“ wurde der US-amerikanische Regisseur Lance Hammer mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Vier weitere Filme wurden bei der feierlichen Gala im Berlinale Palast mit einem Silbernen Bären prämiert.

Eine Übersicht aller Gewinnerinnen und Gewinner finden Sie auf der Webseite der Berlinale.

Weimer dankt Tuttle und Wenders

Der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer würdigte im Anschluss an die Preisverleihung die besondere Leistung von Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle und Jury-Präsident Wim Wenders. Sie hätten diese Festivalausgabe unter besonderen weltpolitischen Herausforderungen feinfühlig, grundliberal und künstlerisch anspruchsvoll gestaltet, erklärte der Staatsminister. „Damit haben Tuttle und Wenders den Charakter der Filmfestspiele als Plattform für künstlerischen Dialog, für kulturelle Vielfalt und für demokratische Werte nachhaltig gefestigt.“ 

Gleichzeitig wies der Staatsminister die Behauptungen des syrisch-palästinensischen Filmemachers Abdallah Alkhatib während der Preisverleihung zurück, die Bundesregierung sei Partner des Völkermords im Gazastreifen. „Diese Falschbehauptungen sind bösartig und vergiften die politische Debatte. Sie zerstören die Würdigungen der Filmkunst auf der Berlinale.“ Politische Debatten gehörten zur DNA der Berlinale – Israel-Hass jedoch nicht, so Weimer weiter.

Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin fanden vom 12. bis zum 22. Februar 2026 in der deutschen Hauptstadt statt. Sie zählen zu den bedeutendsten Filmfestivals der Welt und sind das größte Publikumsfestival im Filmbereich. Die Bundesregierung fördert die Berlinale institutionell – in diesem Jahr mit 12 Millionen Euro. 

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