Der Deutsche Filmpreis ist die renommierteste Auszeichnung für Filme und Filmschaffende in Deutschland. In diesem Jahr ging die Goldene Lola für den besten Spielfilm an das Drama „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski – mit Abstand der Gewinner des Abends.
Deutscher Filmpreis 2026: Den Hauptpreis erhielt in diesem Jahr das Drama „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski.
Rund 1.900 Gäste aus Kultur, Medien und Politik waren am 29. Mai in das Palais am Funkturm in Berlin gekommen, um den deutschen Film zu zelebrieren – zum 76. Mal wurde der Rote Teppich für die Verleihung der wichtigsten Auszeichnung des deutschen Films ausgerollt.
Auch Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer nahm an der Gala teil. Bereits zum zweiten Mal kürte er gemeinsam mit Vicky Krieps und Florian Gallenberger, dem Präsidentenduo der Deutschen Filmakademie, die Gewinnerinnen und Gewinner des Hauptpreises.
Der Deutsche Filmpreis wird seit 1951 verliehen und ist die wichtigste nationale Auszeichnung für den deutschen Film. Seit 2005 richtet die Deutsche Filmakademie die Preisverleihung in Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aus. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von den 2.400 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie ausgewählt.
Schauspieler Christian Friedel führte durch den Abend, an dem in diesem Jahr Auszeichnungen in 20 Kategorien vergeben wurden. Den Hauptpreis, die Goldene Lola für den besten Spielfilm, erhielt das Drama „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski.
Insgesamt erhielt „In die Sonne schauen“ zehn Auszeichnungen, darunter auch den Preis für die beste Regie, für das beste Drehbuch und für die beste Kamera. 2025 fand der Film bereits internationale Anerkennung: Bei den 78. Internationalen Filmfestspielen von Cannes wurde er mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
Die Silberne Lola ging an den Politthriller „Gelbe Briefe“ von Regisseur İlker Çatak, der sich schon Anfang des Jahres bei der 76. Berlinale über den Goldenen Bären freuen durfte. Bronze erhielt Simon Verhoevens Tragikomödie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“.
Staatsminister Weimer überreicht Produzentin Maren Schmitt die Goldene Lola in der Kategorie Bester Spielfilm für das Drama „In die Sonne schauen”.
Quelle: picture alliance/dpa, Christoph SoederInsgesamt wurden 14 Einzelleistungen prämiert. Neben Senta Berger und August Diehl, die jeweils als beste Hauptdarsteller ausgezeichnet wurden, gingen die Lolas für die besten Nebenrollen an Lena Urzendowsky und Michael Wittenborn.
Als bester Dokumentarfilm wurde „Siri Hustvedt – Dance Around the Self“ ausgezeichnet. Den Preis für den besten Kinderfilm erhielten Katharina Bergfeld und Martin Heisler für „Zirkuskind“. Die Lola für den besucherstärksten Film ging in diesem Jahr an „Das Kanu des Manitu“ von Michael Bully Herbig.
Den Ehrenpreis in Gold erhielt Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Wim Wenders – er gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Vertreter des Weltkinos und wurde für seine herausragenden Verdienste um den Deutschen Film ausgezeichnet.
Einen Überblick über alle Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie auf der Website der Deutschen Filmakademie.