Staatsminister Weimer hat den Deutschen Drehbuchpreis 2026 in Berlin verliehen. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Lena Liberta für ihr Drehbuch „Auf einmal drüben“. Es erzählt vom deutsch-deutschen Schicksalsmoment im November 1989.
Die Drehbuchautorin Lena Liberta war die strahlende Gewinnerin des Abends.
Wie erlebt ein zehnjähriges Mädchen den Fall der Berliner Mauer? Was passiert, wenn der vertraute Alltag über Nacht verschwindet und selbst die Erwachsenen um einen herum ins Wanken geraten? Davon erzählt das Drehbuch von Lena Liberta, das jetzt mit der Goldenen Lola prämiert wurde.
Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer überreichte der Autorin die begehrte Lola-Statuette für ihr Drehbuch „Auf einmal drüben“. Ein klug konzipiertes Drehbuch sei das Herzstück jeder erfolgreichen Filmproduktion, so Weimer. „Erst entlang dieses Bauplans können Regisseure, Schauspieler und alle weiteren Gewerke einem Film Leben einhauchen.“
Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen des Empfangs des Deutschen Drehbuchverbands in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz statt. Traditionell wird der Deutsche Drehbuchpreis dort am ersten Freitag der Berlinale verliehen. Er ist die höchstdotierte und renommierteste Auszeichnung für Drehbuchautorinnen und -autoren in Deutschland.
In seiner Rede würdigte der Kulturstaatsminister die Arbeit der Autorinnen und Autoren. Ihre Kreativität sei von hoher Relevanz: „In Zeiten des rasanten technischen und gesellschaftlichen Wandels brauchen wir die Künste, um eine immer komplexere Realität verstehen und reflektieren zu können.“
Neben dem prämierten Drehbuch waren für den Drehbuchpreis 2026 auch „Kaschiert“ von Claudia Schaefer und „Der dritte Stern von rechts“ von Markus Dietrich und David Ungureit nominiert. Die Nominierungen sind jeweils mit einer Prämie von 5.000 Euro verbunden.
Bereits seit 1988 wird das beste unverfilmte Drehbuch mit einer Goldenen Lola ausgezeichnet. Wie schon in den vergangenen Jahren darf sich auch die diesjährige Gewinnerin über eine Prämie von 10.000 Euro freuen. Außerdem hat sie die Möglichkeit, Fördermittel in Höhe von bis zu 20.000 Euro für die Fortentwicklung des ausgezeichneten Drehbuchs zu beantragen.
In begründeten Ausnahmefällen kann die Förderungshilfe auch für die Herstellung eines neuen Drehbuchs mit künstlerischer Qualität oder für die Projektentwicklung eines Films auf Grundlage des ausgezeichneten Drehbuchs gewährt werden.