Gestaltungswettbewerb startet

Denkmal für Opfer der kommunistischen Diktatur

Ein Denkmal im Zentrum Berlins soll künftig an die Menschen erinnern, die zwischen 1945 und 1989 während der kommunistischen Gewaltherrschaft in Deutschland verfolgt, unterdrückt, zu Unrecht inhaftiert oder ermordet wurden. Der Bund hat dafür jetzt einen Gestaltungswettbewerb eröffnet. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 22. April 2026.

Spreebogenpark in Berlin

Das Denkmal soll im Spreebogenpark zwischen Bundeskanzleramt und Deutschem Bundestag entstehen. 

Quelle: Bundesstiftung Aufarbeitung / Sara Brand

Vor mehr als 35 Jahren endete die SED-Diktatur. Nun soll ein Denkmal im Herzen der deutschen Hauptstadt geschaffen werden. Es soll das erlittene Unrecht und das Leid der Opfer sichtbar machen, zugleich den Mut jener Menschen würdigen, die sich der Diktatur widersetzt haben, und die Würde der Betroffenen anerkennen. Das Denkmal soll im Spreebogenpark zwischen Bundeskanzleramt und Deutschem Bundestag entstehen. Dafür startet jetzt ein internationaler Gestaltungswettbewerb.

Mit dem Denkmal werde eine Lücke in unserer Erinnerungskultur geschlossen, betont der Staatsminister für Kultur und Medien. „Wir schaffen endlich einen Ort für die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland – einen Ort, auf den viele Betroffene und ihre Angehörigen seit Jahrzehnten warten“, so Wolfram Weimer. Es sei ihm besonders wichtig, dass viele der Betroffenen diesen Ort des würdigen Gedenkens noch selbst erleben können.

Wie läuft die Bewerbung ab?

Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler, Architektinnen und Architekten sowie Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten und Arbeitsgemeinschaften aus den Disziplinen Kunst, Architektur und Landschaftsarchitektur. Die Bewerbungsfrist endet am 22. April 2026. Aus den eingehenden Bewerbungen werden bis zu 25 Teilnehmende ausgewählt. Sie werden eingeladen, ihre Gestaltungsentwürfe im Sommer 2026 zu entwickeln. Das Preisgericht wird im November 2026 über den Siegerentwurf entscheiden. Der Bau ist für die Jahre 2027 bis 2028 geplant. 

Den Gestaltungswettbewerb richtet das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) aus. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie auf der Website des BBR. Ein ausführliches Dossier zum Denkmal ist auf der Website der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur nachzulesen.

Die Errichtung des Denkmals geht auf mehrere Beschlüsse des Deutschen Bundestages zurück. Der Bund stellt für den Wettbewerb und die Realisierung des Denkmals insgesamt fünf Millionen Euro aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Verfügung. Eine durch BKM bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur eingerichtete Koordinierungsstelle begleitet das Vorhaben organisatorisch und fachlich in enger Abstimmung mit der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e. V.

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