Erinnerung lebendig halten

65. Jahrestag des Mauerbaus

Der Beginn des Baus der Berliner Mauer jährt sich am 13. August 2026 zum 65. Mal. Anlässlich des Jahrestages erinnern Bund und Land Berlin im Rahmen der Eröffnung eines von der Stiftung Berliner Mauer (SBM) und Kulturprojekte Berlin GmbH gestalteten temporären Erinnerungsortes am Brandenburger Tor an die Geschichte der deutschen Teilung. Zudem gedachten Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und des Landes Berlin sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in der zentralen Gedenkveranstaltung der SBM der Opfer.

Bau der Berliner Mauer in der Bernauer Straße auf Ostseite

Der Bau der Berliner Mauer sollte die zunehmende Abwanderung aus der DDR in den Westen verhindern und die Kontrolle des SED-Staates über die eigene Bevölkerung festigen.

Quelle: IMAGO / United Archives

28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage teilte die Berliner Mauer die Stadt und riegelte West-Berlin gegenüber Ost-Berlin und dem DDR-Umland ab. Die rund 155 Kilometer langen Grenzanlagen wurden zum Symbol der deutschen Teilung und der Unterdrückung durch das SED-Regime. Bis zum Fall der Mauer am 9. November 1989 verloren mindestens 140 Menschen bei Fluchtversuchen an der Berliner Mauer ihr Leben.

Die Mauer habe Familien getrennt, Lebenswege zerstört und vielen Menschen das Leben gekostet, erklärt Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer anlässlich des Jahrestages. „65 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer gedenken wir heute der Opfer des SED-Regimes und all derjenigen, die ihren Drang nach Freiheit mit einem hohen Preis bezahlen mussten“, so Weimer.

Jubiläumsprogramm vom 13. bis 16. August 2026

Anlässlich des 65. Jahrestages veranstalten die vom Land Berlin und vom Bund geförderte Stiftung Berliner Mauer und die Kulturprojekte Berlin GmbH ein Jubiläumsprogramm an zentralen Orten der Stadt und laden zur Auseinandersetzung mit der Berliner Mauer und ihren Folgen ein.

  • Die Open-Air-Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ auf der Westseite des Brandenburger Tors gibt anhand historischer Fotografien, Texte und partizipativer Elemente Einblicke in die Erfahrungen der Menschen in Ost- und West-Berlin.

  • Eine 30 Meter lange und fast drei Meter hohe Installation auf der Westseite des Brandenburger Tors macht die einstige räumliche Präsenz der Grenzanlagen und die Dimension der Teilung im Stadtraum erfahrbar. Die Installation wurde von Künstler Hubertus Hamm gestaltet.

  • Begleitet werden Ausstellung und Installation von einem stadtweiten Programm: In zahlreichen Einrichtungen und Erinnerungsorten finden Gedenkfeiern, Sonderausstellungen, Führungen und Workshops statt, die unterschiedliche Perspektiven auf Mauer und Teilung eröffnen. 

  • Entlang der Berliner Mauer wurden ab dem 13. August 1961 zahlreiche U- und S-Bahn-Stationen abgeriegelt oder bewacht. Diese ehemaligen Grenz- und Geisterbahnhöfe werden nun wieder sichtbar gemacht – unter anderem durch Ausstellungstafeln an den S-Bahnhöfen Friedrichstraße und Nordbahnhof. 

Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie hier: www.mauerbau65.berlin

Wie wichtig Orte der Erinnerung seien, zeige sich gerade heute, sagt Staatsminister Weimer. „Wenn die Erinnerung an die SED-Diktatur zu verblassen droht und das Unrecht und die Verbrechen verharmlost werden, beginnt Geschichtsvergessenheit. Eine freie Gesellschaft darf das nicht zulassen.“

Zentrale Gedenkveranstaltung in der Kapelle der Versöhnung

Am Jahrestag des Mauerbaus erinnerten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft in einer zentralen Gedenkveranstaltung an den Mauerbau und gedachten der Opfer der deutschen Teilung. Als Vertreter der Bundesregierung nahm auch Staatsminister Weimer an der Zeremonie in der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße teil. 

Bei der Andacht in der Kapelle auf dem ehemaligen Grenzstreifen kam auch der Zeitzeuge Jörg Hildebrandt zu Wort, der über seine Familiengeschichte in der Bernauer Straße sprach. Im Anschluss an die Andacht legte Staatsminister Weimer gemeinsam mit unter anderem der Präsidentin des Deutschen Bundestages Julia Klöckner und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Kai Wegner Kränze am Denkmal der Gedenkstätte nieder. 

Der Bund engagiert sich zusammen mit Kommunen, Ländern und Opferverbänden nachdrücklich bei der Aufarbeitung der SED-Diktatur. Dazu fördert BKM national bedeutsame Gedenkstätten wie die Stiftung Berliner Mauer. Sie ist die zentrale Einrichtung für die Dokumentation und Vermittlung der Geschichte der Berliner Mauer und der deutsch-deutschen Fluchtbewegungen. Sie wurde 1998 auf dem früheren Grenzstreifen an der Bernauer Straße errichtet. 

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