Der US-Amerikaner Justin Jampol erhält für seine Unterstützung bei der Rettung wichtiger Kunstwerke aus der Villa Aurora während der Palisades-Brände in Kalifornien sowie für sein besonderes Engagement für die transatlantischen Kulturbeziehungen das Bundesverdienstkreuz am Bande. Während seiner USA-Reise überreichte Staatsminister Weimer dem Kunstretter die Auszeichnung in der wiederöffneten Villa Aurora.
Ausgezeichnet mit dem Bundesverdientskreuz am Bande: Der Gründer des Wende Museums in Los Angeles Justin Jampol.
Die verheerenden Brände im Jahr 2025 in Los Angeles machten auch vor Kultureinrichtungen keinen Halt: Der US-Amerikaner Justin Jampol setzte sich dabei selbstlos für die Rettung wichtiger Artefakte aus der Villa Aurora ein. Durch seine Eigeninitiative und Unterstützung konnten wichtige Kulturgüter wie Gemälde, Bücher, persönliche Gegenstände und Einrichtungsstücke aus dem Besitz der Familie Feuchtwanger in Sicherheit gebracht werden.
„Als das Feuer die Villa Aurora und ihre Kunstschätze bedrohte, hat Justin Jampol nicht gezögert, sondern gehandelt“, erklärte Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer bei der feierlichen Zeremonie in der Villa Aurora. „Sein Einsatz zeigt, was ihn antreibt: seine Verbundenheit mit Deutschland und seine Überzeugung, dass Geschichte unseren Einsatz braucht“, so der Staatsminister.
Die Villa Aurora – ein Kulturdenkmal des Deutschen Exils in den USA
Die Villa Aurora war im US-amerikanischen Exil Zufluchtsort für die durch den Nationalsozialismus vertriebenen Martha und Lion Feuchtwanger. Heute ist die Villa vor allem für ihr Stipendienprogramm für Künstlerinnen und Künstler bekannt und ein Ort des kulturellen Schaffens. Die Villa, ihr Archiv und ihre vielfältigen Projekte werden sowohl vom Auswärtigen Amt als auch vom Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien gefördert.
Justin Jampol wird auch für seine herausragenden Verdienste um die transatlantischen Kulturbeziehungen ausgezeichnet. 2002 gründete er das Wendemuseum des Kalten Krieges in Culver City, Kalifornien. Ob Kalter Krieg, Mauerfall oder Nachwendezeit: Justin Jampol leistet als Museumsleiter des Wendemuseums wichtige Aufklärungsarbeit und gibt wertvolle Einblicke in den Alltag der Deutschen während und nach der DDR.
Das Museum bietet vor Ort sowie digital Ausstellungen und Veranstaltungen an und arbeitet auch international eng mit zahlreichen Partnerinstitutionen zusammen. Die Museumssammlung widmet sich dem Schutz des kulturellen Erbes der DDR und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Kulturgeschichte des ehemaligen Ostblocks.