Schriftliches Kulturgut ist elementar für unser kollektives Gedächtnis. Um wertvolle Originale für kommende Generationen zu bewahren, hat Staatsminister Weimer das Förderprogramm „Schriftliches Kulturgut erhalten“ neu gestaltet. Rund 1,5 Millionen Euro stellt er für die erste Förderrunde bereit. Nun steht fest, welche Projekte unterstützt werden.
Sie zählen zu den meistangefragten Beständen der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum: die Fragebögen für Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aus dem Zeitraum 1945 bis 1990. Als eines von insgesamt 92 Projekten werden sie nun im Rahmen des neu aufgelegten Förderprogramms „Schriftliches Kulturgut erhalten“ restauriert und bleiben dadurch für Forschung und Öffentlichkeit erhalten.
Wie wichtig die Bewahrung unseres schriftlichen Kulturguts ist, unterstreicht der Staatsminister für Kultur und Medien anlässlich der Bekanntgabe der neuen Förderprojekte: „Ohne authentische Quellen wäre eine lebendige Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur nicht möglich“, so Wolfram Weimer. Gerade in Zeiten, in denen historische Fakten zunehmend infrage gestellt werden, seien Archive, Bibliotheken und Museen als Orte der Überlieferung für unsere Demokratie wichtiger denn je. „Es ist unsere gesamtstaatliche Aufgabe, dieses Erbe für kommende Generationen zu bewahren und für die Gesellschaft zugänglich zu machen“, erklärt der Staatsminister.
Das neue Programm „Schriftliches Kulturgut erhalten“ wird gemeinsam von Bund und Ländern finanziert und von der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) umgesetzt. Es löst die bisherigen Förderlinien der KEK-Modellprojektförderung und des BKM-Sonderprogramms zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts ab. Durch die Zusammenlegung der beiden Förderlinien soll die Förderung einfacher und weniger bürokratisch werden. Die Förderprojekte werden auf Basis von Empfehlungen des Fachbeirats der KEK ausgewählt.
Eine Übersicht über alle 92 geförderten Projekte finden Sie auf der Website der KEK. Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie dort und auf unserer Themenseite Schriftliches Kulturgut erhalten.