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Deutscher Verlagspreis 2026

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Verlagspreis 2026 hat begonnen. Unabhängige Verlage können sich ab sofort wieder um die Auszeichnung bewerben. Es ist bereits das achte Mal, dass die Bundesregierung Verlage auszeichnet.

Bücherstapel in einer Buchhandlung

Bewerbungen für den Deutschen Verlagspreis 2026 sind bis zum 24. Juli 2026 einzureichen. 

Quelle: picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Mit dem Deutschen Verlagspreis würdigt die Bundesregierung Verlage, die sich durch außergewöhnliche Programme, ein spezielles kulturelles Engagement sowie innovative Projekte oder die besondere Qualität ihrer verlegerischen Arbeit auszeichnen. Dafür stellt der Bund insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die Preisverleihung wird am 9. Oktober 2026 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfinden.

Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, sagte zum Start der Bewerbungsphase: „Unabhängige Verlage spüren mit Mut, viel Herzblut und Ausdauer literarische Entdeckungen abseits des Mainstreams auf. Sie eröffnen Einblicke in andere Perspektiven und Lebensentwürfe. Diese wertvolle verlegerische Vielstimmigkeit in unserem Land bewahrt unsere Demokratie vor Einfalt, vor einer Monopolisierung der Meinungen – darum wollen wir sie mit dem Deutschen Verlagspreis unterstützen.“

Neuer Innovationspreis für zukunftsweisende Projekte

Wie in den vergangenen Jahren werden bis zu drei Verlage mit einem Spitzenpreis und einer Prämie von 50.000 Euro geehrt. Weitere bis zu 79 Verlage können in diesem Jahr Preise in Höhe von jeweils 18.000 Euro erhalten. Darüber hinaus können bis zu drei Verlage mit einem Jahresumsatz von mehr als drei Millionen Euro ein undotiertes Gütesiegel erhalten.

Erstmals in diesem Jahr kann neben dem Nachhaltigkeitspreis ein Innovationspreis vergeben werden. In dieser Kategorie kann ein Verlag für kreative, zukunftsorientierte Maßnahmen, Projekte oder digitale Formate ausgezeichnet werden, die Impulse in die Verlagsbranche geben können. Sowohl der Nachhaltigkeitspreis als auch der Innovationspreis sind mit jeweils 24.000 Euro dotiert.

Staatsminister Weimer erklärte dazu: „Wir wollen neue Impulse in der Branche würdigen und haben deshalb mit dem Innovationspreis einen weiteren Sonderpreis eingeführt. In diesem Jahr zeichnen wir zum ersten Mal Verlage aus, die kreative digitale Wege gehen oder zukunftsweisende Modelle im Verlagswesen gestalten.“

Jörg Thadeusz übernimmt Juryvorsitz

Die Jury für den Deutschen Verlagspreis 2026 wird nach dem turnusmäßigen Ausscheiden bisheriger Jurymitglieder teilweise neu besetzt. In diesem Jahr gehören Alexander Cammann, Isabel Fargo Cole, Ines Dettmann, Katharina Holzmann, Prof. Dr. Friedhelm Marx und Deniz Utlu dem Fachgremium an. Den Vorsitz der Jury übernimmt der Journalist, Moderator und Autor Jörg Thadeusz.

Weimer: „Bewährtes Verfahren weiterführen und stärken“

Staatsminister Weimer erklärt zum Auswahlverfahren: „Wie in den Vorjahren gibt die unabhängige Jury ihre Empfehlungen ab. Und wie in den vergangenen Jahren folgt dann mein Haus diesen Empfehlungen. Das ist das Prinzip. Damit das – nach den Erfahrungen mit dem Buchhandlungspreis – weiterhin genauso funktioniert, stellen unsere Partner vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und von der Kurt-Wolff-Stiftung ein Beratungsgremium für den Fall, dass Fragen aufkommen. Damit wollen wir das bewährte Verfahren nicht nur weiterführen, sondern noch stärken.“

Bewerbungen für den Deutschen Verlagspreis 2026 sind bis zum 24. Juli 2026 unter www.deutscher-verlagspreis.de einzureichen. Die Teilnahmebedingungen sind abrufbar unter www.deutscher-verlagspreis.de/teilnahme

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