Auszeichnung für herausragende Theaterbühnen

Theaterpreis des Bundes 2026

Bei einer Gala im Haus der Berliner Festspiele ist am 17. April der Theaterpreis des Bundes vergeben worden. Vier deutsche Theater und Bühnen konnten sich über die Auszeichnung freuen. Der Hauptpreis ging an das Team des Europäischen Zentrums der Künste HELLERAU in Dresden.

Preisträger des Theaterpreises des Bundes auf der Bühne bei der Preisverleihung
Quelle: Dorothea Tuch

Als Leuchtturm der Freien Darstellenden Künste im Osten Deutschlands verbinde HELLERAU regionale Verankerung mit internationalen Perspektiven und stelle sich immer wieder entschlossen ins Verhältnis zu seinem gesellschaftlichen Umfeld, heißt es in der Jurybegründung. Das Europäische Zentrum der Künste überzeugte die Jury mit einem ambitionierten und inhaltlich starken Programm, das dialogisch in die Breite wirke. Dafür wurde es jetzt mit dem Hauptpreis des Theaterpreises des Bundes gewürdigt. Die Auszeichnung ist mit 200.000 Euro dotiert.

Alle Preisträger und Tabori-Preis

Neben HELLERAU wurden drei weitere Bühnen mit dem Theaterpreis des Bundes prämiert: Das Theater Oberhausen wurde in der Kategorie Stadt-, Staatstheater und Landesbühnen ausgezeichnet. Das Theater Lindenhof im baden-württembergischen Melchingen gewann in der Kategorie Privattheater und Gastspielhäuser und das stellwerk junges theater in Weimar in der Kategorie Freie Produktionshäuser. Die drei Auszeichnungen sind mit je 100.000 Euro dotiert. Wie auch beim Hauptpreis sollen alle Preisgelder für die weitere Programmarbeit und die Verbesserung der künstlerischen Produktionsbedingungen verwendet werden.

„Der Theaterpreis des Bundes steht für eine breite Anerkennung der Darstellenden Künste im ganzen Land – von der freien Szene bis zu etablierten Bühnen“, erklärte der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer zur Preisverleihung. „Er macht sichtbar, was Theater ausmacht: Vielfalt, Mut und die Fähigkeit, gesellschaftliche Gegenwart künstlerisch zu interpretieren“, so der Staatsminister.

Neben dem Theaterpreis des Bundes wurde bei der Gala im Haus der Berliner Festspiele auch der Tabori-Preis des Fonds Darstellende Künste vergeben. Die bundesweit höchste Auszeichnung der Freien Darstellenden Künste ist mit einem Preisgeld von 100.000 Euro dotiert. Sie ging an das Architektenkollektiv raumlaborberlin, das an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung, Kunst und Intervention arbeitet.

Seit 2015 verleiht der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien den Theaterpreis des Bundes. Die Auszeichnung richtet sich an Theaterhäuser in ganz Deutschland, die sich durch überzeugende ästhetisch-künstlerische Qualität auszeichnen und in urbanen wie ländlichen Räumen Kultur, Identität und gesellschaftliche Debatten fördern. Erstmals konnten sich für den diesjährigen Preis nicht nur kleine und mittlere Bühnen, sondern alle deutschen Theaterhäuser bewerben. Die Auszeichnung wird auf Vorschlag einer Fachjury vergeben. Umgesetzt wird der Preis vom Fonds Darstellende Künste. Weitere Informationen finden Sie auf www.theaterpreisdesbundes.de.

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