Ausstellung erinnert an Opfer des 7. Oktober

Jahrestag des Anschlags auf das Nova-Festival

Vor zwei Jahren verübte die Terrormiliz Hamas einen Anschlag auf das Nova Music Festival in Israel. 411 Menschen wurden dabei ermordet, Hunderte verletzt, viele weitere als Geiseln verschleppt. Eine Ausstellung in Berlin erinnert jetzt an die Opfer des Anschlags und setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus, Hass und Gewalt. Der Staatsminister für Kultur und Medien hat die Ausstellung am Jahrestag besucht.

Blick in die Installation „Nova 06:29“ im Flughafen Tempelhof

Blick in die Ausstellung „Nova 06:29“ im Flughafen Tempelhof in Berlin

Quelle: BKM / Stefanie Loos

Ein verwüsteter Zeltplatz voller ausgebrannter Autos, Toilettenkabinen mit Schusslöchern an den Türen, Schutzbunker, die zu Fallen für die fliehenden Festivalbesucher wurden, dazwischen Bildschirme mit Handyvideos und Berichten von Überlebenden und Rettungskräften. 

Die immersive Ausstellung „Nova 06:29“ führt die Besucherinnen und Besucher ganz nah heran an die schrecklichen Geschehnisse auf dem Gelände des Nova Music Festivals am 7. Oktober 2023. Sie erinnert an all diejenigen, die dabei ums Leben kamen und gibt den Menschen eine Stimme, die das Massaker überlebt haben. Darin sieht der Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer die Kraft der Ausstellung: „Sie holt die Opfer aus der Anonymität und gibt ihnen Namen und Gesichter, um ihrer zu gedenken und um die Erinnerung an sie wach zu halten.“  

Am zweiten Jahrestag des Anschlags besuchte Staatsminister Weimer die Ausstellung gemeinsam mit Ron Prosor, israelischer Botschafter in Deutschland, sowie Mathias Döpfner, Vorstandvorsitzender des Axel-Springer-Konzerns. Ofir Amir führte sie durch die Ausstellung, die er mitinitiiert hat. Er ist einer der Gründer und Überlebender des Nova Music Festivals. 

Raum für Reflexion, Gedenken und Austausch

Anlässlich des Jahrestags wandte sich der Staatsminister scharf gegen den zunehmenden Antisemitismus auch in Deutschland. „Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich der Hass auf jüdische Menschen und auf jüdisches Leben in Deutschland hemmungslos ausgebreitet.“ Doch Antisemitismus dürfe niemals die Antwort auf den Konflikt zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas sein, betonte Weimer.

Die Ausstellung im Berliner Flughafen Tempelhof setzt dagegen ein Zeichen und bietet Raum zum Gedenken, zur Reflexion und zum Austausch über die Auswirkungen von Terror und Gewalt. „Ich wünsche mir, dass viele Menschen die Zeit finden, die Ausstellung zu besuchen – um zu erinnern, um zu trauern und um ein deutliches Zeichen der Solidarität mit jüdischen Menschen weltweit und gegen den Terror zu setzen. Das sind wir den Opfern schuldig“, so der Staatsminister.

„Nova 06:29“ ist noch bis zum 16. November 2025 in Berlin zu sehen. Staatsminister Weimer hat gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Karin Prien und dem Regierenden Bürgermeister Berlins Kai Wegner die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen. Begleitend gibt es ein Veranstaltungsprogramm, das aus dem Etat des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. Geplant sind unter anderem Gesprächsformate mit Opfern, Angehörigen und Hinterbliebenen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website zur Ausstellung.

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