Kulturbauten stiften Identität. Sie schaffen Raum für Begegnung, Austausch und Diskussion und fördern damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch in diesem Jahr investiert die Bundesregierung daher in die kulturelle Infrastruktur. Im Bundeskanzleramt hat Staatsminister Weimer jetzt Förderbescheide in Höhe von 35 Millionen Euro übergeben.
„Jedes der Projekte, denen wir heute Förderbescheide überreichen, hat seine ganz spezifische regionale Besonderheit. Und doch bilden alle zusammen ein großes Ganzes. Sie sind die Bausteine, aus denen unsere kulturellen Identitäten entstehen", sagte Wolfram Weimer beim Empfang am 4. Mai 2026 im Bundeskanzleramt.
Der Staatsminister hat Vertreterinnen und Vertreter ausgewählter Projekte dorthin eingeladen, um ihnen bei einem Empfang Förderbescheide in Höhe von insgesamt 35 Millionen Euro zu übergeben. Die Mittel dazu hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags für das parlamentarisch initiierte Förderverfahren „KulturInvest“ bereitgestellt. Wolfram Weimer dankte daher besonders den Mitgliedern des Deutschen Bundestags, die die Förderung ermöglicht haben.
Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung von Museen, kulturellen Einrichtungen und Kulturdenkmälern von nationaler Relevanz sowie zur Konzeption neuer Ausstellungsformate.
Auswahl der geförderten Projekte
Sie ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins: Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Zentrum Berlins erinnert an die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und gilt als Mahnmal für Frieden und Versöhnung. Der Bund unterstützt die Sanierung des Glockenturms.
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Das Museumsdorf Cloppenburg ist eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands. Es zeigt historische Gebäude und vermittelt anschaulich das ländliche Leben vergangener Jahrhunderte. Der Bund unterstützt die denkmalgerechte Sanierung der historischen Gebäude sowie Maßnahmen zum Substanzerhalt. Ziel ist es, den Weiterbestand des niedersächsischen Museumsdorfes als Bildungsstätte für die kommenden Jahrzehnte und Generationen zu sichern.
Das Museum für Hamburgische Geschichte zählt zu den wichtigsten kulturhistorischen Museen Norddeutschlands. Der historische Museumsbau wurde zu Zeiten des Ersten Weltkrieges errichtet und soll jetzt modernisiert werden. Dabei soll die Dauerausstellung neugestaltet werden. Außerdem sollen Flächen im Erdgeschoss für Museumspädagogik, Hörsäle und einen „Dritten Ort“ genutzt werden.
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Die Stadt Leipzig möchte ihre Festivallandschaft stärken und weiterentwickeln. Mit Unterstützung des Bundes soll das Haus des Festivals saniert und modernisiert werden und künftig als Festivalzentrale für die Geschäftsstellen mehrerer Leipziger Kulturfestivals dienen. Außerdem soll die Schaubühne Lindenfels/Schau30 um einen Neubau für Probenräume, einen Veranstaltungsraum und eine Künstlerwohnung erweitert werden.
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Das Alte Kasino im hessischen Melsungen ist ein traditionsreiches Gebäude im historischen Stadtkern, das seit langem für kulturelle und öffentliche Veranstaltungen genutzt wird. Mithilfe der Bundesförderung soll das Alte Kasino saniert sowie durch einen Erweiterungsneubau ergänzt werden. So soll ein modernes Kulturzentrum und ein Veranstaltungsort entstehen mit Gemeinschaftsräumen, die der Stadt aktuell fehlen.
Altes Kasino Melsungen
Das Otto-Lilienthal-Museum im mecklenburg-vorpommerischen Anklam widmet sich dem berühmten Flugpionier und seiner Leidenschaft, dem Fliegen. Mit Unterstützung des Bundes wird jetzt eine neue Dauerausstellung als generationsübergreifender Erlebnisort entwickelt.
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Das OIKOS Katharinenspital in Regensburg ist eine traditionsreiche soziale Einrichtung mit Wurzeln im Mittelalter. Heute wird es als modernes Senioren- und Pflegezentrum betrieben. Die Anlage verbindet historische Bausubstanz mit zeitgemäßer Nutzung und wird jetzt mit Unterstützung des Bundes saniert.